Heimbetrieb in St. Gertraud startet
Morgen zieht die erste Bewohnerin in das neue Pflegeheim ein. 2012 folgt "Betreubares Wohnen".

Foto © FriedlGestern Nachmittag waren die Vorbereitungsarbeiten für die heutige Heim-Eröffnung noch voll im Gange
Nach neun Monaten Bauzeit geht nun das Pflegeheim der "DDr. Stephan Wagner GmbH" am ehemaligen Mondi-Holzlagerplatz in Frantschach-St. Gertraud in Betrieb. Morgen Vormittag wird die erste Bewohnerin willkommen geheißen. Platz bietet das Heim für 75 Langzeit-Betten, sechs Kurzzeit-Betten und zehn Tagesbetreuungsplätze.
"Die Auslastung ist sehr gut. Wir haben 45 Fixanmeldungen", so Heimleiterin Anne Marie Weinberger. Doch nicht alle ziehen morgen ein. "Bis Anfang März werden sukzessive vier, fünf Bewohner zugleich aufgenommen", so Weinberger. Pflegedienstleiterin ist Barbara Wörz: "Für die ersten 45 Bewohner haben wir bereits Personal. Wenn wir weitere Anmeldungen haben, wird Personal aufgestockt." Im Vollbetrieb werden 55 Personen beschäftigt sein.
Viergeschossiger Neubau
Neun Millionen Euro investierte die "DDr. Stephan Wagner GmbH" in den viergeschossigen Bau, das Land steuerte 2,3 Millionen Euro als Darlehen bei. Einen Platz im Heim bekommt man ab der Pflegestufe 0 - sofern man selbst dafür bezahlt. "Das Land übernimmt die Kosten ab der Stufe 4, unter bestimmten Voraussetzungen ab der Stufe 3", so Bürgermeister Günther Vallant (SPÖ).
Das neue Heim beansprucht nur die Hälfte des 12.500 Quadratmeter großen Areals. Was mit dem Rest passiert? "Im Frühjahr errichtet die ,Vorstädtische Kleinsiedlung' 18 Einheiten ,Betreubares Wohnen'", sagt Vallant, der mit einer Fertigstellung im Frühjahr 2012 rechnet: "Die Nachfrage ist enorm. Wir haben jetzt schon 18 Anmeldungen dafür." Die Bewohner können nach Bedarf Leistungen, wie Reinigung, Essen, Therapien oder medizinische Versorgung zukaufen. Auf den dann noch verbleibenden 3500 Quadratmetern sollen später einmal Wohnungen oder weitere "Betreubare Wohneinheiten" errichtet werden.
Zurück zum Heim: Dieses ist für Vallant nicht nur aufgrund der Arbeitsplätze ein Segen, sondern auch im Kampf gegen die Abwanderung: "In den letzten zehn Jahren sank die Einwohnerzahl von 3148 auf 2777. Durch das Heim hoffen wir, dass der rasante Abgang abgeschwächt wird und sich die Bevölkerungszahl einpendelt."













