LKH droht Verlust an Angeboten
200 Knie- und Hüftprothesen werden jährlich am LKH Wolfsberg im-plantiert. Primar Samlicki geht mit Jahresende in Pension, damit stehen Orthopädie-Leistungen vor "Aus".

Foto © FriedlSparpläne. Die 45 Betten der Unfallchirurgie im LKH Wolfsberg könnten mit Jahresende auf 24 reduziert werden
Auf der Abteilung für Unfallchirurgie im LKH Wolfsberg werden auch orthopädische Leistungen angeboten. "70 Prozent der Leistungen betreffen die Unfallchirurgie, der Rest orthopädische Leistungen. Pro Jahr werden rund 200 Knie- und Hüftprothesen implantiert", sagt Primar Klaus Samlicki (64), der voraussichtlich Ende 2011 in Pension geht.
Mit seiner Pensionierung droht orthopädischen Leistungen das "Aus". Für Knie- und Hüftprothesen müsste man dann nach Klagenfurt. "Klagenfurt will unsere orthopädischen Leistungen haben. Bei der Kabeg läuft sehr viel auf Zentralisierung hinaus", bedauert Manfred Pichler, Betriebsratsvorsitzender des LKH Wolfsberg.
Noch nicht beschlossen
Das drohende "Aus" bestätigt der Primar: "Solange ich hier bin, wird sich vermutlich nichts ändern. Der Abzug der orthopädischen Leistungen ist noch nicht beschlossen, aber er droht, obwohl mein Team die Leistungen fortführen könnte", so Samlicki.
Die derzeit 45 Betten der Unfallchirurgie könnten dann auf 24 reduziert werden. Eventuell wird der Primar dem LKH aber ein Jahr länger erhalten bleiben: "Ich habe einen Antrag gestellt, um ein Jahr länger arbeiten zu dürfen, also bis Ende 2012. Darüber entscheidet die Kabeg. Ich habe Anfang März einen Termin", sagt Samlicki.
Laut Pichler hätte das "Aus" der orthopädischen Leistungen fatale Folgen für die Unfallchirurgie: "Die Ärzte wären nur noch für Erstversorgung und Schnittverletzungen zuständig. Für Ärzte wäre es uninteressant, in Wolfsberg zu arbeiten." Samlicki bestätigt: "Einen guten Facharzt wird man nicht begeistern können, wenn nicht mehr alles angeboten wird."
Und was sagt die Kabeg? "Die Unfallchirurgie in Wolfsberg wird neu strukturiert. Momentan laufen Gespräche, daher können wir nicht mehr dazu sagen", so Kerstin Wrussnig, Pressereferentin von Kabeg-Vorstand Ines Manegold.














