Wasserversorgung: Bürger werden zur Kasse gebeten
Gemeinde St. Andrä erhöht die Wassergebühren ab 2011 um 50 Prozent. Weiters treten ab 1. Jänner Erhöhungen bei Friedhofsgebühren und Vergnügungssteuer in Kraft.
Ab 1. Jänner 2011 kommen auf St. Andräs Bürger finanzielle Einschnitte zu. In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag wurden nämlich einstimmig die Wasserbezugsgebühren, die Vergnügungssteuer sowie die Beiträge für den Wasseranschluss und für die Friedhofserhaltung erhöht.
Am stärksten betroffen ist die Wasserbezugsgebühr, die gleich um 50 Prozent angehoben wird. Zahlt man derzeit für einen Kubikmeter Wasser einen Euro, werden ab 1. Jänner 2011 satte 1,50 Euro eingehoben. Für einen Anschluss zahlt man statt 1450 Euro künftig 2000 Euro. "Das ist notwendig, um die Wasserversorgungsanlage kostendeckend zu betreiben und dringende Sanierungen am Wassernetz durchzuführen", erklärt Bürgermeister Peter Stauber (SPÖ). Und fügt hinzu: "Wir sind vom Gesetz her verpflichtet, einen ausgeglichenen Gebührenhaushalt zu haben." Dort klafft ihm zufolge durch Rohrbrüche und dergleichen ein Minus von 580.000 Euro.
Die Friedhofsbeiträge erhöhen sich wie folgt: Für ein Einzelgrab zahlt man statt zehn Euro jährlich künftig zwölf Euro, für ein Familiengrab werden statt 20 Euro künftig 24 Euro fällig. Neu ist, dass bei Urnennischen ein Beitrag von sechs Euro eingehoben wird. Auch die Vergnügungssteuer wird bei den Pauschalbeträgen erhöht, um der Verordnung der Kärntner Landesregierung zu entsprechen.
Keine neuen Projekte 2011
Stolz ist Stauber hingegen darauf, ein ausgeglichenes Budget für 2011 zu haben. Dieses beläuft sich auf rund 16 Millionen Euro. Wermutstropfen: Für 2011 gibt's kein Geld für neue Projekte. Stauber: "Dafür haben wir keinen Euro. Wir haben unsere Rücklagen aufgebraucht."














