Land spart bei Direktoren-Posten
Direktorin der Volksschule Schiefling geht in Pension. Der Posten wird nicht nachbesetzt. Grund: Das Land spart bei Schulen mit zwei Klassen.
Nach 18 Jahren als Direktorin der Volksschule Schiefling bei Bad St. Leonhard geht Christine Baumgartner (60) mit 30. November in Pension. So weit so gut. Das Ungewöhnliche: Ihr Posten wird nicht nachbesetzt, obwohl der Standort mit 39 Schülern in zwei Klassen nicht gefährdet ist. Ab 1. Dezember wird der Direktor der Volksschule Bad St. Leonhard, Gerald Pichler, den Standort Schiefling mit verwalten.
"In Kärnten wird das seit Jahren so gehandhabt, dass das Land bei Schulen mit zwei Klassen den Direktoren-Posten einspart und ein Verbundmodell zweier Schulen einsetzt", so Bezirksschulinspektor Thomas Haudej. Im Lavanttal hingegen tritt dies erstmals ein.
"Keine Verschlechterung"
Haudej: "Zwei bis drei Standorte mit insgesamt bis zu zwölf Klassen dürfen zusammengelegt werden." Das erste Lavanttaler Schulverbundmodell kommt auf elf Klassen - neun in der VS Bad St. Leonhard und zwei in der VS Schiefling. Haudej: "Für Schiefling ist das keine Verschlechterung. Für die Verwaltung zweier Klassen muss niemand extra in der Schule sitzen. Die Schule kann von Bad St. Leonhard aus betreut werden."
In Schiefling war zwar keine Bewerbung als Direktor möglich, sehr wohl aber als provisorischer Leiter - zumindest für das restliche Schuljahr. "Von den übrigen zwei Lehrpersonen in Schiefling hat sich niemand beworben", so Haudej. Mögliche Gründe? Haudej: "Die Aufgaben eines Schulleiters wurden in den vergangenen Jahren merklich größer. Das ist nicht jedermanns Sache."
Doch auch die Volksschulen Granitztal, Schönweg, Prebl und Preitenegg haben nur zwei Klassen. Dass auch diese Schulen in einem Schulverbundmodell enden, ist nur möglich, wenn der Schulleiter in Pension geht oder sich an einer anderen Schule bewirbt. Haudej: "In bestehende Direktoren-Posten wird nicht eingegriffen."













