Neue Attraktion spuckt große Töne
Musik-Pavillon bei Kurbad Bad St. Leonhard um 210.000 Euro geplant. Streit um die Kostenaufteilung.

Foto © KLZAuf dem Areal des Kurbades in Bad St. Leonhard soll ein Musik-Pavillon für namhafte Orchester entstehen
Kurbadbetreiber Stephan Wagner sorgt bei Bad St. Leonhards Politikern für heftige Diskussionen. Dem Unternehmer schwebt nämlich vor, am Areal des Kurbades einen aufwendigen Musik-Pavillon zu realisieren. Kosten laut Architektenschätzung: 210.000 Euro. Das Fundament ist bereits gelegt, der Weiterbau soll noch heuer erfolgen.
Ursprünglich war laut Auskunft des Büros von Landesrat Josef Martinz (ÖVP) geplant, dass sich die Kosten das Land, Wagner und die Gemeinde zu je 70.000 Euro teilen. So wurde es auch im Bad St. Leonharder Stadtrat beschlossen, wo SPÖ und ÖVP dafür und das BZÖ dagegen stimmten. Der Anteil vom Land ist übrigens mit der Bedingung verknüpft, dass Wagner eine Sanierungsoffensive bei der Kuranstalt Bad Weißenbach startet.
Gemeinde soll Hälfte zahlen
Jetzt ist aber alles anders. "Wagner will nichts mehr von seinem Drittel-Anteil wissen", sagt Gerlind Robitsch, Pressesprecherin von Martinz. Wagner selbst will sich zu den Kostenanteilen nicht äußern.
Nun sollen sich auf Vorschlag von Martinz Gemeinde und Land die Gesamtkosten für den Musik-Pavillon zu je 105.000 Euro teilen. Das stößt den Gemeindepolitikern sauer auf. "Wir haben am nahe gelegenen Schlossberg ohnehin einen Pavillon für Kultur-Veranstaltungen. Zwei solche Zentren innerhalb von 100 Metern sind Nonsens", sagt Stadtrat Dieter Dohr (BZÖ). Ebenso skeptisch - obwohl im Stadtrat noch dafür - zeigt sich nun auch Bürgermeister Simon Maier (SPÖ). "Den Anteil von 70.000 Euro hätte ich eingesehen, aber die jetzige Summe ist ein gewaltiger Rucksack." Maier weiter: "Wir haben schon so viel für das Kurbad getan. Es ist zu hinterfragen, ob wir uns nochmals so eine Investition leisten können."
Heute soll der Gemeinderat intern über die weitere Vorgehensweise beraten. Sollte die Gemeinde "Nein" sagen, muss laut Robitsch noch einmal neu verhandelt werden. Wagner dazu: "Ich bin guter Hoffnung, dass es schlussendlich zu einem positiven Abschluss kommt." Die hohe Summe von 210.000 Euro rechtfertigt er folgend: "Der Pavillon soll überdacht werden und Platz für mehrere hundert Besucher bieten. Da braucht es eine bestmögliche Akustik. Schließlich sollen hier auch einmal namhafte Orchester auftreten können", sagt Wagner.













