Kreuzungen von Plakat-Flut befreit
In Wolfsberg sind Kreuzungen nun frei von Veranstaltungshinweisen. Werbung war gesetzeswidrig.
Die Brückengeländer der Bayerhofen-Kreuzung in Wolfsberg waren oft wild plakatiert - mit allen möglichen Veranstaltungen. Doch auch beim Kreisverkehr bei der Lebenshilfe uferten die Ankündigungen teilweise aus - ein Plakat nach dem anderen "zierte" den Zaun. Damit ist seit dieser Woche Schluss.
"Laut Straßengesetz und Straßenverkehrsordnung ist die Anbringung von Werbeanlagen jeglicher Art im Kreuzungsbereich verboten. Das betrifft Landes-, Gemeinde- und Bundesstraßen", sagt Mario Woltsche (ÖVP), Referent für Ortsbildpflege. Und so wurden alle "Plakat-Anbringer" aufgefordert, ihre Werbung zu entfernen.
Eigendynamik entwickelt
"Die meisten sahen das ein, doch bei einigen war der Unmut sehr groß und sie ließen die Plakate hängen. Diese haben wir nun entfernt und im Bauhof zur Abholung gelagert", sagt Woltsche und fügt hinzu: "Irgendwann begann jemand, Plakate im Kreuzungsbereich anzubringen. Das entwickelte eine Eigendynamik, was nicht schön für das Ortsbild ist und die Verkehrsteilnehmer ablenkt." Demnächst wird am Brückengeländer der Bayerhofen-Kreuzung ein Schild angebracht, wonach Plakatieren verboten ist.
Doch auch dutzenden kleinen Plakatständern, die wahllos in der Gegend herumstehen, wird der Kampf angesagt. "Wir werden die Werbung für Veranstaltungen an eine Firma auslagern, die auch alte Plakate gleich nach der Veranstaltung entfernt. Immerhin sieht man jetzt noch Ankündigungen für Feste hängen, die drei Monate her sind", sagt Woltsche.
Einheitliche Werbeanlagen sollen Abhilfe schaffen. Wie diese aussehen? "Uns liegen Vorschläge von drei Firmen vor. Demnächst diskutieren wir im Gremium, wofür wir uns entscheiden. Es wird dann an 25 bis 35 Punkten in der Stadt Werbeanlagen geben."
Farblich getrennte Tafeln
Übrigens: Seit Anfang 2010 erarbeitet die Gemeinde ein Beschilderungskonzept. "Spätestens Anfang 2011 wollen wir einheitliche Hinweis-Schilder für Firmen und öffentliche Gebäude", sagt Woltsche. Diese sollen farblich getrennt sein. Etwa rote Tafeln für Firmen, blaue für Parkplätze, grüne für öffentliche Gebäude. Stehen diese, soll der übrige Schilderwald, der jetzt noch auf diese Gebäude und Firmen hinweist, "gerodet" werden.














