Das Ordensleben in der Diözese Gurk
243 Ordensfrauen und 67 Ordensmänner leben und wirken derzeit in Kärnten. Von den 32 Ordensniederlassungen sind 22 Frauenorden. Die Frauenorden wirken unter anderem in Kindergärten, Schulen und Altenheimen.

Foto © PhinoFrohen Mutes: Kreuzschwestern Bernadette Wagner und Isabella Truppe vom ältesten noch bewohnten Frauenkloster, dem Stift St. Georgen/L.
Derzeit leben und wirken in Kärnten 243 Ordensfrauen und 67 Ordensmänner, die sich in 56 Ordenspriester und elf Ordensbrüder unterteilen.
Kärnten zählt 32 Ordensniederlassungen, 22 davon sind Frauenorden. Bei den Schwestern beträgt das Durchschnittsalter 61 Jahre. Ältestes noch bewohntes Frauenkloster ist das Stift St. Georgen am Längsee (zwischen 1002 und 1018 als Benediktinerinnenstift gegründet; seit 1962 wirken hier die Kreuzschwestern). Älteste Ordensgemeinschaft sind die Ursulinen, die seit 1670 in Klagenfurt bestehen. Größter Schwesternkonvent ist Wernberg mit 66 Schwestern.
Ordensfrauen wirken in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen, in der Pfarrseelsorge, Krankenhausseelsorge, Landwirtschaft, in Gästebetrieben, in der Geistlichen Begleitung und im Mesnerdienst. Neben Schwestern aus europäischen Ländern sind in Kärnten auch Schwestern aus Vietnam und Nigeria tätig.
Frater Siegfried Stattmann von den Benediktinern in St. Paul im Lavanttal kennt die Situation der Ordensbrüder in Kärnten: "Von den Ordensgemeinschaften in unserer Diözese sind derzeit elf Niederlassungen den Männerorden zuzuordnen. Das heißt, es leben und wirken zurzeit 67 Ordensmänner in unserer Diözese. Vergleicht man die Kärntner Männerordenlandschaft von 2010 mit 2000, dann muss man feststellen, dass es vor zehn Jahren noch 15 Niederlassungen gab."
Das bedeute aber durchaus gar nicht, dass die betreffenden Ordensgemeinschaften keinen Ordensnachwuchs gehabt hätten, so Stattmann. Vielmehr hätten seit Langem anstehende, ordensinterne Strukturmaßnahmen dazu geführt, dass vier Niederlassungen aufgehoben wurden. "Dass bedeutet aber nicht unbedingt, dass die Zahl der Ordensmänner in Kärnten immer weniger werden", meint Stattmann. "Es ist ja durchaus möglich, dass sich jüngere und neue ordensähnliche Gemeinschaften in Kärnten ansiedeln werden."













