Verspätete Zahlung für die Knirpse
Kindergruppen warten seit längerer Zeit auf 75-Euro-Förderung des Hilfswerks für den Gratis-Kindergarten. Geldmittel sollen nun vom Land kommen.

Foto © APAFür die fehlenden Förderungen für die Kinderbetreuung soll nun zusätzliches Geld vom Land kommen
Bei der Auszahlung der Landesförderung der Drei- bis Vierjährigen in privaten Kindereinrichtungen im Bezirk hakt es gewaltig. 75 Euro pro Monat und Kind schießt das Land zu. Obwohl der Gratis-Kindergarten ein Projekt von Land und Landesholding ist, läuft die finanzielle Abwicklung über das Kärntner Hilfswerk, das seit Längeren mit den Zahlungen im Rückstand ist.
"Uns wurde gesagt, dass das Land die Förderung nicht mehr aufbringen kann und wir diesen Anteil selbst zahlen müssen", sagt ein erzürnter Elternteil. Ähnlich verärgert ist Manuela Sturm, Leiterin der Eltern-Kind-Initiative "EKI": "Das Hilfswerk ist bei uns mit circa 4000 Euro im Rückstand. Wenn das mit der finanziellen Abwicklung so weitergeht, müssen wir uns etwas überlegen."
Schuldzuweisungen
Hilfswerk-Geschäftsführer Horst Krainz weist jede Schuld von sich: "Das Problem liegt beim Land und der Landesholding. Zwischen denen besteht für das heurige Kindergartenjahr bis Juli eine Ko-Finanzierung mit unterschiedlichen Auszahlungsrichtlinien." Ihm zufolge fließe derzeit nur Geld von der Holding, nicht aber vom Land. "Das Land sagt, dass wir als Hilfswerk das zahlen sollen. Aber wir können nur Geld weitergeben, das vom Land kommt", so Krainz.
Für Gerhild Hubmann, Leiterin der Bildungsabteilung des Landes, ist wiederum das Hilfswerk Schuld an der Misere: "Es hat die Zahl förderwürdiger Kinder zu sehr ausgedehnt, weil es auch Unter-Dreijährige miteinbezogen hat. Dadurch hat es sein Budget ausgereizt." Ihr zufolge sind nur Kinder förderwillig, die einen Kindergarten besuchen und keine private Kindergruppe. "Das ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn es im Ort keinen Kindergarten gibt. Wir gingen von 400 Ausnahmen aus, das Hilfswerk hat aber circa 4000 aus Kindergruppen gefördert." Um für alle eine zufriedenstellende Lösung zu erreichen, kommt nun zusätzliches Geld vom Land. Hubmann: "Ein Teil der Gelder wurde bereits ans Hilfswerk überwiesen. Der Rest folgt in den nächsten Wochen." Ob danach neue, strengere Richtlinien ausgearbeitet werden, steht derzeit noch nicht fest.















