Die Liebe verschlug sie nach Kanada
In Kelowna, British Columbia, fand die St. An-dräerin Michaela Bobert, geborene Sagorz, ihre neue Heimat. Vor 20 Jahren wanderte sie aus.

Foto © PrivatIm Sommer herrscht tropische Hitzein Kelowna, Kanada. Die Winter sind eisig kalt und bringen Unmengen an Schnee
Eigentlich wollte sie 1987 nur ein Jahr als "Au-pair-Girl" im kanadischen Vancouver verbringen, doch dann lernte die heute 41-jährige Michaela Sagorz aus St. Andrä ihre große Liebe Eric kennen, wanderte zwei Jahre später überhaupt aus und heiratete. Seitdem heißt die Lavanttalerin Michaela Bobert.
Nach der Hochzeit siedelte sich das Ehepaar in Kelowna, British Columbia, an, wo Eric seine Brötchen als Betriebsmechaniker im "Big White"-Schigebiet verdient. 1996 kam Tochter Martina, 1999 Sohn Nicolas zur Welt. Michaela selbst arbeitet in einer Bank. "Meine Karriere fing am Schalter als Kassierin an, seit zehn Jahren bin ich Managerin im Kundendienst einer Bankfiliale", sagt die Auslandslavanttalerin. In der Freizeit stehen Campen und Schifahren am ,Big White' am Programm.
Hin und wieder Heimweh
Obwohl sie vor 20 Jahren ausgewandert ist, kommt hin und wieder Heimweh auf. "Am meisten vermisse ich meine Familie und Freunde. Telefon und Internet helfen ein wenig. Am Anfang hatte ich viel Heimweh, als die Kinder kamen, ging es leichter. Jetzt habe ich vor allem zu Weihnachten und Ostern Heimweh, oder wenn ich weiß, dass es daheim eine Feier gibt, bei der alle zusammenkommen", so die 41-Jährige. 2005 war Bobert zuletzt in Österreich. "Via E-Mail stehe ich mit der Heimat in Kontakt. Wenn ich Zeit habe, dann lese ich die Online-Ausgabe der Kleinen Zeitung, um über die Geschehnisse informiert zu sein", sagt die zweifache Mutter. Am meisten vermisst sie "eine gute Buschenschankjause, Kärntner Nudeln und alles, was eine gute Konditorei so zu bieten hat". Der nächste Heimatbesuch ist 2010 geplant. "Denn da feiert meine Mutti ihren 80er", so die Auswanderin.
Hilfsbereite Kanadier
Der Anfang in Kanada war nicht leicht. "Der Glaube an mich selbst hat mir geholfen und mir Selbstbewusstsein und Motivation gegeben. Durch harte Arbeit bin ich erfolgreich geworden und stolz darauf", sagt die St. Andräerin. Generell sei das Leben in Kanada viel entspannter - oder wie Bobert es nennt, "viel mehr relaxed", denn: "Jeder redet dich mit dem Vornamen an. Die Kanadier sind so freundlich, jeder will einem helfen." Am besten gefällt ihr in Kanada übrigens das Okanagan-Tal. "Es erinnert mich sehr an das Lavanttal: Berge an beiden Seiten, viel Obstplantagen und ein tolles Weingebiet", so Bobert. In ihren Heimat Kelowna herrscht schon seit zwei Monaten Winter. "Anfang Oktober hatten wir minus zehn Grad." Die Sommer hingegen sind sehr heiß. "Dieses Jahr gab es eine Hitzewelle mit 35 bis 40 Grad und keinen Tropfen Regen. Deshalb auch die Waldbrände, so etwa 2003, als wir wegen Brandgefahr aus unserem Haus evakuiert wurden", so Bobert.
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Michaela mit ihren zwei Kindern...Foto © Privat
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...und ihrem Ehemann EricFoto © Privat
Auslandslavanttaler
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