Die Roten suchen zwei neue Chefs
SPÖ braucht neue Köpfe: Stadtpartei-Chef Seifried und Bezirks-Chef Stauber treten nicht mehr an.

Foto © Bauer/FriedlWerden wahrscheinlich nicht mehr kandidieren: Seifried und Stauber
In der SPÖ werden die Karten neu gemischt. Immerhin will St. Andräs Bürgermeister und Nationalrat Peter Stauber nicht mehr als Bezirkspartei-Obmann kandidieren. Außerdem wird sich Wolfsbergs Bürgermeister Gerhard Seifried nicht mehr der Wahl zum Stadtpartei-Obmann stellen.
Stauber hat das Amt als Bezirks-Chef seit Juli 2008 inne, nachdem St. Georgens Bürgermeister Karl Markut "aus persönlichen Gründen" Abschied nahm. Stauber: "Ich wollte das Amt von Anfang an nur übergangsmäßig, weil mir von vielen Seiten vorgehalten wird, dass ich zu viele Ämter habe. Daher werde ich wahrscheinlich nicht mehr antreten." Im Frühjahr wird neu gewählt.
Rückzug nach der Wahl
Wer Stauber nachfolgen soll? "Wir müssen erst schauen, wer zur Verfügung steht", so Stauber. Der Reichenfelser Ex-Bürgermeister Horst Friedl, der sich im Vorjahr mit 42,2 Prozent der Stimmen gegen Stauber geschlagen geben musste, wird nicht wieder kandidieren: "Ich habe mich nach der Wahl im März aus der Politik zurückgezogen", so Friedl.
Noch vor der Wahl im Bezirk wird in Wolfsberg ein neuer Stadtpartei-Obmann, der die Parteilinie vorgibt, gewählt. Denn Seifried wird im Jänner nach zwölf Jahren nicht mehr kandidieren. Warum? "Ich habe die Gründe intern kundgetan, sehe aber keinen Grund, das gegenüber der Kleinen Zeitung zu tun", sagt Seifried. Gesprächiger ist Vize Wolfgang Knes, der als möglicher Nachfolger gehandelt wird: "Seifried will das Amt in jüngere Hände legen und die Strukturen neu aufgebaut haben." Er selbst hält sich über eine Kandidatur bedeckt. "Wer weiß, ob ich in den Gremien vorgeschlagen werde", so Knes, der etwas jünger als Seifried ist - wenn auch nur um drei Jahre. Viel jünger hingegen wären die Polit-Neulinge Jürgen Jöbstl (Jahrgang 1980) oder Hannes Primus (1976), die Stadtrat Jürgen Nickel für dieses Amt als "fähig" bezeichnet. Ob Nickel selbst kandidieren wird, wisse er nicht: "Wenn es Wunsch der Partei ist, dann ja." Am 30. November tagen die Gremien, dann wird eine Frist für Wahlvorschläge gesetzt.















