Ihre Stimme ist überall in Europa gefragt
Beatrix Robein (38) aus St. Paul begeistert als Mezzosopranistin die Gäste in Europas größten Konzerthäusern. Mit ihrer Familie lebt die Lavanttalerin derzeit in Frankreich.

Foto © KK/PrivatDie Lavanttalerin Robein bei einem Auftritt bei den "Gregor Friedrich-Händel"-Festspielen in Karlsruh
Ihre Stimme nennt sie "Instrument". Dieses "Tonwerkzeug" spielt die Mezzosopranistin Beatrix Robein (38) aus St. Paul in vielen internationalen Opernhäusern und Konzertsälen. Ihr Repertoire ist breit gefächert: Große Partien in Opern aller Epochen zählen ebenso dazu, wie eine Vielfalt von Liedern aus dem Konzert-Bereich. "Ich bin geprägt von der Leidenschaft, verschiedenste Charaktere darzustellen. Dazu kommt noch eine große musikalische Neugier", lautet ein kurzes Selbstporträt der Lavanttalerin.
Hektisches Berufsleben
Die Jüngste von vier Robein-Schwestern ist zurzeit gezwungen, ein nahezu hektisches Berufsleben zu führen und dabei auch die Familie - die ihr nach eigener Aussage das Wichtigste ist - mit einzubeziehen. Hauptwohnsitz der Künstlerin ist in Frankreichs "Stadt des Lichts" Lyon: "Die Liebe hat mich dorthin verschlagen." Denn Ehemann Pascal Chiari ist im Orchester "National Lyon" als erster Geiger engagiert. Ihr Hauptarbeitsplatz hingegen ist noch bis Ende 2010 das Aalto-Musiktheater Essen, eines der fünf besten Opernhäuser Deutschlands.
Also ist Pendeln im Flugzeug angesagt und die zweijährige Tochter Alma ist immer dabei: "Was meine Tochter betrifft, hilft mir meine Mutter wunderbar. Wann immer sie gebraucht wird, reist sie aus St. Paul an und hilft uns, denn der Alma muss es gut gehen", so Robein. Dafür trifft sich die Familie im Sommer immer bei Mama Elfriede in St. Paul: "Kürzlich waren wir hier alle beisammen, da ging es rund", erzählt die Mezzosopranistin beim Gespräch im Blumenrefugium. "Ich liebe diese Umgebung. Hier kann ich Energie tanken", sagt Robein.
Der Musik sehr verbunden
Hierher stammt auch ihre Liebe zur Musik: "Wir haben Hausmusik gemacht, alle sechs Familienmitglieder haben zusammen musiziert und gesungen." Während der Gymnasial-Zeit kam dann die einstige Schulband "The Convicts" unter Professor Helmut Glaser dazu. "Dem Professor habe ich immer viel zu laut gesungen", schmunzelt Robein bei der Erinnerung daran. Ihre Ausbildung begann Robein in Wien und diplomierte 1993 bei Bass-Bariton Walter Berry. Ihr erstes Engagement gab es an der Volksoper, dann folgten Stationen in Klagenfurt, Udine, bei den Bregenzer Festspielen, in Karlsruhe, Bonn, Augsburg und Tiflis sowie Konzerte in ganz Europa - mit namhaften Orchestern und Dirigenten.
Holland-Tournee steht an
Robein weiß, dass sie ihr Potenzial noch viel weiter ausschöpfen kann: "Wagner beginnt mich immer mehr zu reizen. Den sollte man eh erst später angehen." Deshalb hat sie mit dessen Wesendonck-Liedern im Dezember eine Holland-Tournee fixiert. Kontakte bestehen zu Lavanttaler Kollegen: "Monica Theiss und ihr Mann Adrian Erdöny sind gute Freunde, mit Walter Raffeiner sang ich in Frankfurt. Und mit Günther Lackner möchte ich wieder einmal auftreten." Beim St. Pauler Kultursommer 2010? "Vielleicht, wenn jemand fragt."














