Sie führt ein Leben zwischen Österreich und Texas
Christa Gaug aus St. Ulrich wanderte nach Houston in Texas aus. Dort lebt die Lavanttalerin mit ihrem Mann und ihren Kindern.

Foto © EmhoferChrista Gaug mit ihrer Familie auf Heimatbesuch bei ihren Eltern Balthasar und Wilfriede Gaug im Lavanttal
Christa Gaug, die Tochter der Betreiber des ehemaligen Kaufhauses Gaug in St. Ulrich, legte eine wahre "Bilderbuchkarriere" hin. Nach der HAK-Matura sponsierte sie in Wien zur Magistra in Anglistik und Italienisch, um sich nach zwei Jahren in England als Journalistin und als Pressesprecherin der Wirtschafts-Universität zu etablieren. Da ihr die Arbeit mit der Jugend schon immer sehr am Herzen lag, unterrichtete sie auch an Wiener Gymnasien.
Karriere in Amerika
Seit 1992 lebt sie in den USA, wo sie an der University of Texas in Austin in Sachen Germanistik sponsierte und promovierte. Seit 1998 ist sie "Senior Lecturer" am "Center for the Study of Languages" an der Rice University in Houston in Texas. 1995 heiratete sie den Rechtsanwalt Timothy Tyler. Gemeinsam mit ihren Kindern Hannah (12) und Lucas (9) lebt sie in einem schön renovierten alten Haus, nahe an Downtown Houston. "Ich mag die multikulturelle Atmosphäre hier in Houston, mit Freunden und Studenten aus allen Ecken der Welt. Ich mag auch die Nähe zum Meer und genieße das große kulturelle Angebot", sagt Gaug. Das Leben sei in Houston viel hektischer als in Österreich und man könne rund um die Uhr einkaufen. Gaug: "Die Stadt kommt nie zur Ruhe. Am meisten gehen mir meine Familie und Freunde ab und das Wandern in den Bergen."
Auch der Schnee fehlt der Lavanttalerin, denn in Houston schneite es in den vergangenen Jahren nur ganze zwei Mal. Natürlich stehen für die "Auswanderer-Familie" regelmäßige Heimatbesuche an, wobei die "Amerikaner" immer freudig begrüßt werden. Dann bleibt auch Zeit zum Entspannen und die Familie kneippt liebend gerne im kalten Gebirgswasser auf Koralpe und Saualm. Gaugs Mann Timothy Tyler schätzt vor allem die Herzlichkeit der Menschen und die sanften Berge, die das Lavanttal zu bieten hat.
Kulinarischer Urlaub
Beim heurigen Heimaturlaub war Tyler von der Europaausstellung in Bleiburg und St. Paul besonders beeindruckt. Am liebsten ist die Familie im Lavanttal Kärntnernudeln, Marillenknödel, Wuzzelnudeln, Palatschinken und Wienerschnitzel. Auch die Köstlichkeiten des benachbarten Gasthofes Raschl oder die Kärntnernudeln beim Gasthaus Johannesmesner schmeckten den "Urlaubern" großartig. "Neben Ausflügen zu Sommerfestspielen lesen wir auch gerne und viel. Hannah schmökert in Büchern von Christine Nöstlinger und Astrid Lindgren, Lucas bevorzugt Erich Kästner und Michael Ende. Wir halten es eher mit Werken von Kafka, Mann und Fontane", sagt Gaug.
"Da ich schon öfters Heimweh habe, fahre ich jeden Sommer nach Hause ins Lavanttal. Wir werden auch weiterhin das Pendeln zwischen den USA und Österreich genießen", so Gaug. Irgendwann kann sie sich aber vorstellen, nach Europa zurückzukehren. Gaug: "In unsrer Pension könnten wir wieder in Österreich sesshaft werden."
Features
Auslandslavanttaler
Grenzenlos. Die "Kleine Zeitung" stellt in ihrer Serie "Auslandslavanttaler" Menschen aus dem Bezirk Wolfsberg vor, die sich in der Ferne ein komplett neues Leben aufgebaut haben. Unsere zahlreichen Berichte über die Auswanderer haben uns schon quer über den gesamten Erdball geführt.
Houston. Heute besuchen wir Christa Gaug aus St. Ulrich, die es vor 17 Jahren nach Houston in Texas in den Vereinigten Staaten von Amerika verschlagen hat. Seit 1992 lebt Gaug in Houston mit ihrem Mann Timothy Tyler und ihren beiden Kindern Hannah und Lucas. Die gebürtige Lavanttalerin arbeitet dort für die Rice University, vermisst aber oft ihre Heimat.
Vorschläge. Kennen auch Sie so einen Auslandslavanttaler, der den Bezirk hinter sich ließ und sich in einem anderen Land ein neues Leben aufgebaut hat? Dann senden Sie uns Ihren Vorschlag per E-Mail an wolfsberg@kleinezeitung.at. Wir sorgen dafür, dass der Bericht in der "Kleinen Zeitung" erscheint.
Daten. Für den Bericht benötigen wir den vollständigen Namen des "Kandidaten", seinen momentanen Aufenthaltsort und eine Mail-Adresse oder Telefonnummer, unter der wir den "Auslandslavanttaler" erreichen können.













