Die "Goldhaube" wird modernisiert
Zwei Jahre dauern die Umbauarbeiten bei der Radarstation am Speikkogel auf der Koralpe. Alte Anlage wird dabei durch neueste Technik ersetzt.

Foto © KK/HeerDie "Goldhaube" auf der Koralpe ist eine von drei Radaranlagen, die vom Bundesheer modernisiert werden
"Adlerauge, sei wachsam!", lautet ein Sprichwort, das sich das Bundesheer zu Herzen nahm. Zurzeit wird die militärische Radarstation "Goldhaube" auf der Koralpe modernisiert. "Die Radargeräte der alten Generation werden durch neue, dem heutigen Standard entsprechende, Geräte ersetzt", sagt Brigadier Karl Gruber, Kommandant der Luftraumüberwachung. Zwei Jahre werden die Arbeiten am Speikkogel dauern. Neuerung: "Die Anlage wird mit einem so genannten ,Longrange-Radar' ausgerüstet. Damit beträgt die Sichtweite fast 500 Kilometer statt bisher 350", so Gruber. Und es können dann nicht nur Flugzeuge, sondern auch Flugkörper, wie Raketen, erfasst werden.
Drei Anlagen erneuert
Nach den Anlagen am Kolomannsberg in Salzburg und am Steinmandl in Niederösterreich wird die "Goldhaube" als letzte der drei erneuert. Während des Umbaus der 23 Jahre alten Station wird eine Überbrückung eingerichtet. Gruber: "Dazu gibt es eine mobile Radarstation am Kulm bei Weiz." Beim Blick auf die Koralpe präsentiert sich die Station derzeit ganz ohne ihr typisches Merkmal - den Radarschirm in Kugelform. Für die Modernisierungsarbeiten müssen tonnenschwere Bauteile per Lkw und teils sogar per Hubschrauber zur Station auf 2140 Metern Seehöhe gebracht werden. Der größte Schritt - die Lieferung des neuen Radarschirms per Schwertransport - ist für Sommer 2010 geplant. "Wir haben die Arbeiten bewusst im Sommer begonnen, damit die Station leichter erreichbar ist", sagt Gruber. Übrigens: Erfasste Radarbilder werden in der unterirdischen Einsatzzentrale in St. Johann im Pongau in Salzburg ausgewertet. Dort werden bei Verdacht auf Luftraumverletzungen die Alarmstarts für Abfangjäger veranlasst.














