Blinder Mann stand vor Gericht
St. Andräer soll seine Frau im Gesicht verletzt haben.
Eine kuriose Verhandlung fand gestern im Bezirksgericht Wolfsberg statt. Einem blinden St. Andräer (61) wurde vorgeworfen, im Mai 2008 seine Frau vorsätzlich verletzt zu haben. Laut Angaben eines Zeugen soll er seine Frau derartig am Kopf geschlagen haben, dass diese aus der Nase blutete und Rötungen an der linken Gesichtshälfte aufwies.
Harndrang. "Ich habe meine Frau nicht geschlagen, denn so etwas würde ich nicht tun", so der Angeklagte. Der Mann war zum angeblichen Tatzeitpunkt mit seiner Frau auf einem Quad in St. Andrä unterwegs und verspürte plötzlich einen starken Harndrang. Er ging über die Straße zu einer dort befindlichen Hecke, wurde aber von seiner Frau an der Schulter zurückgehalten, weil diese ein herannahendes Auto vermutete. Unbewusst habe er dabei seine Gattin weggestoßen. "Der Sturzhelm ist mir vom Kopf geflogen und beim Auffangen des Helmes habe ich mich wahrscheinlich selbst gekratzt", so die Gattin Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.















