Land entscheidet jetzt über Disko
Disko-Streit in Wolfsberg dauert mittlerweile fast drei Jahre. Betreiber appelliert an die Anrainer.
Mittlerweile schon fast drei Jahre zieht sich der Streit um die geplante Diskothek in der ehemaligen Lebek-Halle in Wolfsberg. Bereits mehrmals haben die betroffenen Anrainer Einspruch gegen das Projekt eingelegt, eine endgültige Entscheidung lässt aber auf sich warten. Der Betreiber Slobodan Stanculovic pocht dagegen darauf, dass sämtliche Gutachten positiv bewertet wurden. "Momentan liegt das Projekt bei der Landesregierung. Die Anrainer haben Berufung eingelegt. Sollte dieser stattgegeben werden, geht die Sache zurück zur Gemeinde Wolfsberg", so Stanculovic. Im Wolfsberger Stadtrat wurden die Einsprüche der Anrainer bereits im Oktober 2008 abgelehnt (die Kleine Zeitung berichtete).
Zwei Möglichkeiten. "Wir sind nicht der Meinung, dass der Lärmschutz ausreichend ist", sagt Christian Ragger, der die Anrainer rechtlich vertritt. Deswegen wurde das baurechtliche Verfahren von den Anrainern beeinsprucht. Laut Ragger bestehen zwei Möglichkeiten: "Entweder das Land sagt, dass alles in Ordnung ist, dann ist das Projekt genehmigt. Wenn nicht, ist wieder die Gemeinde am Zug."
Verständnis. Bis wann eine Entscheidung feststeht, und wie es dann weitergeht, dem will Ragger nicht vorgreifen. Stanculovic setzt indes auf das Verständnis der Anrainer: "Ich appelliere an deren Menschlichkeit. Denn es stehen hier Arbeitsplätze und meine Existenz auf dem Spiel. Ich will nichts anderes, als meine Arbeit machen."
Wartezeit. Außerdem befürchtet Stanculovic, dass Ragger in seiner zukünftigen Position als Landesrat politischen Einfluss auf das Vorhaben nehmen könnte. "Das werde ich sicherlich nicht tun", sagt Ragger. Zwar hat sich Stanculovic noch auf eine lange Wartezeit eingestellt, hofft aber dennoch auf ein glückliches Ende.
Features
RUND UM DIE DISKO
Projekt. In der ehemaligen Lebek-Halle in Wolfsberg ist die Errichtung einer Disko geplant.
Protest. Nach Einsprüchen der Anrainer dauert der Streit um das Vorhaben fast drei Jahre.
Instanz. Das Verfahren liegt jetzt beim Land Kärnten. Dort wird entschieden, ob den Einsprüchen stattgegeben wird.
Zukunft. Sollten die Anrainer Recht bekommen, wäre wieder die Gemeinde zuständig.













