Parteien haben die Qual der Wahl
Weiterhin Poker um Koalition in Wolfsberg. Bürgermeister Seifried hält BZÖ für idealen Partner. BZÖ gibt sich noch bedeckt. Auch ÖVP nimmt sich noch nicht aus dem Spiel.
Seit der Gemeinderatswahl am 1. März und dem damit verbundenen Verlust der SPÖ-Absoluten wird in Wolfsberg auf politischer Ebene eifrig verhandelt. Welche Koalition wird es in den kommenden sechs Jahren im Gemeinderat geben? Zwei Varianten sind nach derzeitigem Stand realistisch: SPÖ/BZÖ oder BZÖ/ÖVP.
Intensive Gespräche.Während die Verhandlungen zwischen BZÖ und ÖVP seit Anfang dieser Woche abgeschlossen sind, gab es zwischen Rot und Orange gestern Abend die nächste größere Verhandlungsrunde. "Wir hatten ein sehr konstruktives und intensives Gespräch. Für uns liegt nun alles am Tisch und wir werden am Montag innerhalb der Partei über den Koalitionsvorschlag beraten", sagt Bürgermeister Gerhard Seifried (SPÖ). Seine Prognose? "Die Entscheidung trifft die Partei, aber für mich ist es ein guter Vorschlag für eine Zusammenarbeit."
Rote Stadträte scheinen fix. Personell hat die SPÖ ihr Stadtrats-Team laut Seifried "zu 99,9 Prozent" bereits fixiert. So sollen Wolfgang Knes, Jürgen Nickel und Peter Zernig wieder einziehen. Ob Knes oder Nickel das Amt des Vizebürgermeisters einnimmt, steht noch nicht fest. Bedeckt über die Neuauflage der SPÖ/BZÖ-Plattform gibt sich das BZÖ. "Wir haben mit der ÖVP ein fertiges Paket geschnürt. Mit der SPÖ wollen wir uns Anfang nächster Woche noch einmal zusammensetzen", sagt Fraktionschef Harald Trettenbrein. Am Wochenende werde man parteiintern über die Varianten diskutieren. Trettenbrein: "Es gibt für beide einige Für und Wider."
Abwartend. Abwartend verhält sich die ÖVP. "Wir werden die Gespräche zwischen SPÖ und BZÖ abwarten. Danach werden wir sehen, wohin die Reise gehen wird", so Spitzenkandidat Mario Woltsche. Obwohl es bis dato noch keine Signale der SPÖ für eine Koalition gegeben hat, schließt er auch diese Variante nicht aus: "Wir sind nach allen Richtungen hin offen."
Features
NACH DER WAHL
Wahl. Nach der Gemeinderatswahl am 1. März sieht der neue Gemeinderat in Wolfsberg wie folgt aus: SPÖ 15 Mandate (vier Stadträte), BZÖ 14 Mandate (vier Stadträte), ÖVP fünf Mandate (ein Stadtrat) und Grüne ein Mandat.
Koalitionen. Möglich wäre eine Koalition zwischen SPÖ und BZÖ, SPÖ und ÖVP oder BZÖ und ÖVP. Eine Zusammenarbeit zwischen Rot und Schwarz wird von SPÖ aber nicht bevorzugt.















