Kurzarbeit im Oberen Tal: 450 Betroffene
Auftragseinbrüche im Zuge der Krise: Hermes Schleifmittel musste über 250 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, bei Stora Enso sind es rund 200.

Foto © KK/PrivatDrei Firmen in Bad St. Leonhard mussten die Belegschaft aufgrund der Weltwirtschaftskrise in Kurzarbeit schicken: Das Werk in Preblau, das Sägewerk Stora Enso und die Firma Hermes Schleifmittel (Bild)
Anfang des Jahres kam ein großer Schlag auf das Lavanttal zu - als die Firma Schwing in St. Stefan alle 550 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt hat. Nun trifft es das Obere Tal: Dort mussten die Firma Hermes Schleifmittel, das Sägewerk Stora Enso sowie die Firma "Preblauer Heil- und Mineralwasser" Kurzarbeit anmelden. Insgesamt sind mehr als 450 Personen betroffen.
250 Mitarbeiter betroffen. "Wir haben mit 1. März Kurzarbeit einführen müssen", so Johann Unterwieser, Werksleiter der Firma Hermes Schleifmittel in Bad St. Leonhard, die knapp 300 Mitarbeiter beschäftigt. "Von der Kurzarbeit sind etwas mehr als 250 betroffen. Sie bleiben entweder montags oder freitags zu Hause, arbeiten also einen Tag weniger pro Woche", so Unterwieser. Verschont geblieben seien nur Lehrlinge, Vertriebsmitarbeiter und Personen in Altersteilzeit.
Weltwirtschaftskrise. Hauptgrund sei die Weltwirtschaftskrise, die dem Zulieferer für die Automobil-, Stahl- und Glasindustrie einen kräftigen Auftragseinbruch beschert habe. "Im Jänner und Februar hatten wir rund 30 Prozent weniger Aufträge als im Vorjahr", so Unterwieser.
15 Leiharbeiter gekündigt. Bis Ende Mai soll die Kurzarbeit andauern, danach hofft man auf "reguläres" Weiterarbeiten. Doch bei der Firma Hermes Schleifmittel gab es auch schon Kündigungen. "Etwa 15 Leiharbeiter waren davon betroffen", so Unterwieser. Kurzarbeit herrscht auch beim Sägewerk Stora Enso in Bad St. Leonhard. "Die Regelung gilt seit Ende Jänner und dauert voraussichtlich bis Ende April", so Geschäftsführer Herbert Jöbstl: "Die ganze Belegschaft, also rund 200 Personen, sind betroffen." Auch dort haben die Mitarbeiter aufgrund der Auftragsrückgänge von rund 20 Prozent einen Tag zusätzlich frei. Kündigungen soll es keine geben: "Mit der Kurzarbeit kommen wir sicher durch, eventuell wird es aber eine Verlängerung geben", so Jöbstl.
"Preblauer Heil- und Mineralwasser." Auch die Mitarbeiter der Firma "Preblauer Heil- und Mineralwasser" in Preblau trifft die Kurzarbeit. Laut Othmar Schönhardt, dem stellvertretenden AMS-Chef, sind acht Arbeitnehmer betroffen.














