Wolfsbergs Spital feiert seinen 130. Geburtstag
Das LKH Wolfsberg feiert heuer sein 130-Jahr-Jubiläum. Bei einem Tag der offenen Tür im Sommer wird die Geschichte in Buchform präsentiert.

Foto © kk/LKHDas Wolfsberger Krankenhaus im Jahr 1980
Dass am 24. April 1879 Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth ihre silberne Hochzeit gefeiert haben, dürfte für die heimische Bevölkerung nicht so interessant gewesen sein, wie das zweite Ereignis an diesem Tag: Der Spatenstich für das heutige LKH in Wolfsberg.
Lange Geschichte. "Damals hieß es ,Allgemeines Krankenhaus Erzherzogin Marie Valerie'. Es wurde schon seit Jahren gefordert", sagt LKH-Pressesprecher Werner Thelian. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit eröffnete das Krankenhaus am 13. November 1881 mit 50 Betten. "Im ersten Jahr wurden 181 Patienten aufgenommen", so Thelian. Zum Vergleich: Heute verfügt das LKH über 354 Betten. Und auch im medizinischen Bereich hat sich im Lauf der Jahre viel verändert: "Anästhesie hat es früher nicht gegeben. Die Ärzte operierten ohne Narkose", so Thelian. Außerdem war das Risiko bei Operationen viel höher als heute.
Spendenaufruf für das LKH. Wie froh die Lavanttaler über die medizinische Versorgung waren, zeigt ein Spendenaufruf aus dem Jahr 1925. Die Bevölkerung sollte für eine Klingelanlage zusammenlegen, damit die Patienten nach den Wärterinnen läuten konnten. "Das Ergebnis übertraf die Erwartungen. Neben der Klingelanlage konnte auch eine Röntgenapparatur erworben werden", sagt Thelian. Damit verfügte Wolfsberg - früher als andere Krankenhäuser - über eine eigene Röntgenabteilung.
Buchpräsentation. Einen Überblick über weitere Stationen - wie 1922 die Ernennung zum "Landes-Krankenhaus Wolfsberg" oder die Eröffnung der "Neuen Geriatrie" 2007 - liefert Thelian Ende Juni. Und zwar in Form eines Buches, in dem er die Geschichte des LKH aufbereitet. "Es wird anlässlich des 130-Jahr-Jubiläums einen Tag der offenen Tür geben, an dem sich die Abteilungen präsentieren. Dort wird auch das Buch vorgestellt."













