Gemeindechef hat gleich vier Kontrahenten
In St. Andrä tritt am 1. März neben SPÖ, ÖVP, BZÖ und FPÖ auch die St. Andräer Bürgerliste SAB an. Opposition will SPÖ-Absolute brechen.
Auf 18 der 31 Mandate in der Gemeinde St. Andrä sitzen seit 2003 Sozialdemokraten. Bürgermeister Peter Stauber (SPÖ) erreichte damals im ersten Wahlgang mit 71,57 Prozent eine überwältigende Mehrheit. Das soll sich nach dem Willen seiner politischen Mitbewerber am 1. März ändern, wenngleich Stauber - seit 1997 amtierender Bürgermeister - fest im Sattel sitzt und die SPÖ-Absolute im Gemeinderat halten will. Vorrangiges Ziel für die nächsten sechs Jahre ist für ihn die anstehende Fertigstellung der St. Andräer Volks- und Musikschule. "Außerdem will ich für junge Menschen und Jungfamilien leistbare Wohnungen zur Verfügung stellen", so Stauber. Im Bereich des Tourismus will er, wie auch seine Gegenkandidaten, das Schigebiet Koralpe auf St. Andräer Seite ausbauen.
Desolates Wegenetz. Herausforderer Thomas Morianz (ÖVP) nennt als Wahlziel einen Zugewinn zu den momentanen fünf Mandaten. Punkten will er im Wahlkampf mit einer Wegenetz-Offensive. "Das Wegenetz ist total desolat. Da muss unbedingt was getan werden", so Morianz, der sich auch für den Ausbau der Fernwärme stark macht. Unmittelbare Konkurrenz bekommt bei diesem Wahlgang das BZÖ mit Spitzenkandidat Erwin Raffer - derzeit fünf Mandate - durch die Kandidatur der FPÖ mit Spitzenkandidat Felix Thonhauser. "Bürgermeister Stauber hat seit der letzten Wahl vieles versprochen, aber wenig umgesetzt", sagt Raffer. Seine Hauptziele sind die Verwirklichungen eines Gemeindebürgerbüros sowie eines Interkommunalen Gewerbeparks.
"Halbtagsbürgermeister." Thonhauser wiederum will ein neues Jugendzentrum sowie einen Neubau des Kultursaales und eine leistbare Altenbetreuung. Stauber bezeichnet er wegen seiner Nebenfunktion als Nationalratsabgeordneter als "Halbtagsbürgermeister, der überhaupt nichts für die Bürger getan hat".
Ziele der fünften Liste. Als fünfte Liste kandidiert die St. Andräer Bürgerliste (SAB) mit Spitzenkandidat Günther Drescher: "Unsere Ziele sind unter anderem der Fernwärme-Ausbau und die Schaffung von dezentralen Biogas-Anlagen." Bei der Gemeinderatswahl 2003 schaffte die Liste drei Mandate.
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Günther DrescherFoto © KK/Privat
Fakten
Name: Günther Drescher
Alter: 52
Beruf: Postbeamter
Wohnort: Eitweg
Familienstand: verheiratet, drei Kinder
In der Politik: seit 1991
Ziele: Neues Kulturzentrum, Belebung St. Andräer Badesee, städtisches Verkehrskonzept, Innenstadtbelebung, Jugendzentrum, Ausbau Fernwärmenetz
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Thomas MorianzFoto © KK/Privat
Fakten
Name: Thomas Morianz
Alter: 30
Beruf: Versicherungskaufmann
Wohnort: Maria Rojach
Familienstand: verheiratet
In der Politik: seit 2003
Ziele: Ausbau Fernwärmenetz, neues Kulturzentrum, Erschließung Schigebiet Koralpe auf St. Andräer Seite Richtung Goding
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Erwin RafferFoto © KK/Privat
Fakten
Name: Erwin Raffer
Alter: 56
Beruf: Hauptschuldirektor
Wohnort: Maria Rojach
Familienstand: geschieden, drei Kinder
In der Politik: seit 1997
Ziele: Schaffung eines Gemeindebürgerbüros, Interkommunaler Gewerbepark, Anbindung der Goding ans Schigebiet Koralpe
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Peter StauberFoto © KK/Privat
Fakten
Name: Peter Stauber
Alter: 55
Beruf: Politike
Wohnort: Eitweg
Familienstand: verheiratet, drei Kinder
In der Politik: seit 1988
Ziele: Fertigstellung der Musik- und Volksschule, leistbares Wohnen, Betriebsansiedlungen, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, Ausbau Schigebiet Koralpe auf St. Andräer Seite
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Felix Thonhauser Foto © KK/Privat
Fakten
Name: Felix Thonhauser
Alter: 59
Beruf: Bau- und Möbeltischler
Wohnort: Unterrain
Familienstand: verheiratet, vier Kinder
In der Politik: seit 2009
Ziele: Neues Jugendzentrum, leistbare Altenbetreuung, Neubau Kultursaal, Innenstadtbelebung, Attraktivierung St. Andräer See














