Ein Goldfisch taucht auf
16 Medaillen und ein neuer Rekord sind für Uschi Halbreiner nur Zwischenstationen auf dem Weg zu einer großen Karriere. Erst wird aber maturiert.
Die Gesten der Umstehenden am Beckenrand, die Uschi Halbreiner Atemzug für Atemzug wahrnahm, konnten eigentlich nur eines bedeuten: Du bist auf Kurs, du schaffst es. 400 Meter später hatte es die Wolfsbergerin bei den Kärntner Hallenschwimm-Meisterschaften geschafft - und "en passant" auch noch schnell den Rekord über 800-m-Kraul pulverisiert. Ein Rekord, der zuvor 30 Jahre lang gehalten hatte: 9:16,90 leuchteten am Ende im St. Veiter Schwimmbad auf, fast fünf Sekunden unter der alten Bestmarke.
Am Boden geblieben. "Dass mir das im letzten Bewerb, nach 15 Goldmedaillen, gelingt, war natürlich ein Wahnsinn", sagt Halbreiner um sich im gleichen Atemzug gleich wieder selbst auf den Boden zu holen: "Zu absoluten Spitzenschwimmerinnen wie Mirna Jukic oder Jördis Steinegger fehlen mir aber auf 100 Meter noch ein bis zwei Sekunden. Das klingt nicht viel, ist es aber."
Lernen geht vor. Was noch nicht ist, kann bekanntlich noch werden - allerdings steht für die Schülerin am Borg Wolfsberg an erster Stelle die Matura: "Das ist mir wichtig. Ich trainiere zwar eindreiviertel Stunden pro Tag, aber das Lernen geht vor." Kein Wunder, will Halbreiner zukünftig doch in Graz Sportwissenschaften studieren und für den Union Schwimmclub der Universitätsstadt ins Becken springen. "Nach Wien hat es mich eigentlich nie gezogen, außerdem trainiert mit Erwin Dokter ja ein weiterer starker Schwimmer in Graz."
Hallen-Staatsmeisterschaft. Nach Wien geht es dafür aber zum Wettbewerb: Von 26. Februar bis 3. März steht die Hallen-Staatsmeisterschaft an. Kleiner Wermutstropfen: "Es gibt in Kärnten kein 50-Meter-Becken. Wir müssen in Slowenien trainieren."















