Bei diesen Spielen gab es nur Sieger
Gestern gingen in Wolfsberg die Special Olympics zu Ende. 270 Teilnehmer stellten sich den Bewerben. Organisatoren ziehen positive Bilanz.

Foto © SchmerlaibMit dabei zu sein, das war das Ziel von 270 Teilnehmern, die bei den Special Olympics an den Start gingen
Die Lichter gehen aus, das Olympische Feuer wird in das Wolfsberger Sportstadion getragen. Jubelschreie sind zu hören, und jeder der 270 Teilnehmer der Special Olympics hat ein Ziel vor Augen: dabei zu sein!
Euphorie. Von Dienstag bis gestern stand Wolfsberg im Zeichen der Special Olympics, die zum ersten Mal in Kärnten über die Bühne gingen. 24 Menschen mit geistiger Behinderung haben aus Wolfsberg an den Spielen teilgenommen. "Diese Euphorie und der Leistungswille, der von den Menschen hier ausgeht, hat mich überwältigt. Sie haben vor allem kein materielles Ziel vor Augen", sagt Isabella Wulz, Betreuerin und Leiterin des Wohnhauses der Lebenshilfe Wolfsberg.
Positives Feedback. 150 Schüler aus Wolfsberg und Umgebung sowie 120 ausgebildete Betreuer haben sich während der Wettbewerbstage um die Menschen mit geistiger Behinderung gekümmert. "Wir haben sowohl von den Betreuern, als auch von den Athleten selbst durchaus positives Feedback bekommen", so Organisationsleiter Gert Buchleitner. Die Stadt hat in die Austragung der Spiele insgesamt 10.000 Euro investiert. Außerdem hat Wolfsberg die Infrastruktur für die Teilnehmer gratis zur Verfügung gestellt. "Die Begeisterung dieser Menschen ist auf mich übergesprungen und manche Sportler können sich von diesen Menschen etwas abschneiden", so Sportstadtrat Wolfgang Knes.
Hotels ausgebucht. Doch trotz der Ausgaben wird die Stadt Wolfsberg auch eine positive Bilanz ziehen können, denn laut Knes sind die Hotels in Wolfsberg und Umgebung ausgebucht. 900 Menschen sind in Wolfsberg untergebracht.
Sport tut gut. Allein in Kärnten haben sich 80 Teilnehmer für die Special Olympics angemeldet - darunter auch Herbert Lenart aus Wolfsberg. Er konnte im 50 Meter-Lauf den dritten Platz erzielen und hat sich auch beim Schlagball und Weitspringen den harten Wettbewerbsbedingungen gestellt. Trotz kalter Temperaturen haben alle Sportler an den Wettkämpfen teilgenommen. "Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dabei zu sein. Ich mache sehr gerne Sport, um mich fit zu halten. Außerdem habe ich neue Freunde kennengelernt", so der Wolfsberger. Insgesamt wurde drei Mal die Woche für zwei bis drei Stunden trainiert. "Der Sport tut diesen Menschen sehr gut und wir möchten das auch nach den Spielen weiterführen. Hier wird nicht nur von Integration geschrieben, hier wird Integration gelebt", so Wulz.
Features
Fotoserie
Im Detail
Informationen
Special Olympics bieten weltweit in 143 Nationen für mehr als 2,25 Millionen Kinder ab acht Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit mentaler Behinderung ganzjährige Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten in 26 Sportarten an.
Gründung
Special Olympics International wurde im Jahr 1968 von Eunice Kennedy Shriver gegründet.















