Region strickt ein Netz für die Zukunft
Wie eine Zusammenarbeit diesseits und jenseits der Karawanken gelingen kann, wurde bei einem Fachsymposium in Tainach besprochen.

Foto © BudaiDer Kultur- und Lebensraum Karawanken erstreckt sich über Südkärnten und Nordslowenien und ist von kleinstrukturierten Bergbauernhöfen und großem Abwanderungsdruck geprägt
Den klassischen Regionalprojekten mit kurzfristigen Leitbildern, die nach ersten Schwierigkeiten wieder in neue Ideen abdriften, wurde beim Fachsymposium "Leben in den Karawanken - ivljenje v Kara-vankah" im Bildungsheim Sodalitas in Tainach eine Absage erteilt. Die Bäuerliche Bildungsgemeinschaft Südkärnten suchte mit lokalen Vertretern beider Seiten der Karawanken nach neuen Ansätzen in der Regionalentwicklung, die den Erhalt der Landwirtschaft sowie die Entwicklung der Region zum Ziel hatten.
Der Kultur- und Lebensraum der Karawanken nördlich und südlich der Landesgrenze ist geprägt von kleinstrukturierten Bergbauernhöfen, einer immer älteren werdenden Bevölkerung und massiver Abwanderung.
Schon im Einleitungsreferat des Obmannes des steirischen Vulkanlandes, Josef Ober, kam deutlich zum Ausdruck, dass "im Wandel der Zeit die regionale Gestaltungskraft zurückgewonnen werden muss. Wir müssen lernen, neben Daten, Fakten und Zahlen vor allem in die Seele der Region einzutauchen". Dazu brauche es "eine neue Politik der Inwertsetzung von Lebenskultur und mehr Eigenverantwortung, Wertschätzung und einen achtsamen Umgang mit den Grundlagen der Existenz in ökologischer und nachhaltiger Bewirtschaftung."
Regional verwurzelt
"Mit sinnvoller gestalterischer Arbeit und bewusster materieller Einfachheit schafft man die regionale Verwurzelung mit einer hohen Lebensqualität, die sich im Selbstbewusstsein der Menschen auszeichnet", ist Ober überzeugt. Wie einfach sich die politischen und fachlichen Kräfte in der europäischen Erfolgsregion Südtirol bündeln lassen, erfuhr man vom Obmann der Südtiroler Bauern, Georg Mayr: "Unser Erfolg liegt in der Vernetzung aller Erwerbszweige, die bis in die entlegensten Gemeinden reicht." Zudem stellte Mayr auch sein Erfolgsprojekt der Südtiroler Bergbauernhilfe vor, an dem junge Menschen aus urbanen Gebieten aktiv mitarbeiten. Dieses Modell wäre auch auf die Karawankenregion umsetzbar. Weitere Workshops sollen folgen.








