St. Primus und Angola kommen sich näher
Seit 15 Jahren setzt sich der Verein "IniciativAngola" aus St. Primus für Menschen in Afrika ein. Eine Lobschrift auf Südkärntens Jugendliche.
Das Wichtigste ist eine warme Mahlzeit. Kinder, die in der Schule Milchreis und eine Buttersemmel bekommen, gehen auch gerne hin - denn zu Hause gibt es für sie nichts zu essen. Krista Hutter (31), Geschäftsführerin des Jugendvereins "Iniciativ Angola" in St. Primus, erklärt anhand eines Beispiels, wie ihre Hilfe in Angola funktioniert. "Mit unserem Spendengeld kaufen die Schwestern Zucker, Milchpulver und Brötchen ein - das Essen wird von den Köchinnen in den Schulen zubereitet, das schafft zusätzliche Arbeitsplätze."
Dass es dem Verein nicht reicht, Geld zu sammeln und in eines der ärmsten Länder der Welt zu schicken, war für dessen Mitglieder bereits vor vielen Jahren klar. Als die Don-Bosco-Schwester Zvonka Mikec 1996 nach St. Primus kam und den Südkärntner Jugendlichen von ihrem Alltag im Bürgerkriegsstaat Angola erzählte - von Waisen, verstümmelten Kindern, hungernden Menschen - fiel die Entscheidung rasch. Nur wenige Wochen später war "IniciativAngola" gegründet, die erste Missionstombola wurde organisiert.
Und danach? "Die Frage war, ,Machen wir weiter?' - Und die Antwort war: ,Ja'", erzählt Hanzej Rosenzopf, Priester und Vereinsobmann. Die Jugendlichen sammelten Spenden, schickten Geld nach Angola. "Und ein Jahr später sagten wir uns, o.k., das ist gut, dass wir das Geld den Schwestern geben, aber wir wollen auch sehen, was damit passiert", sagt Rosenzopf. Also wurde 1998 das Sommervolontariat gegründet.
In Zeiten des Bürgerkrieges
Trotz Bürgerkriegs flog eine Gruppe von acht Jugendlichen nach Angola und sah sich die Bildungszentren der Schwestern an. Das Ergebnis ihrer Reise: Die Jugendlichen wollten mehr dazu beitragen, den Kindern dort eine Chance, eine Zukunft zu geben. "Wir haben uns eingeklinkt in die Arbeit dort, haben Workshops geleitet, Englisch und Mathe unterrichtet - jeder nach seinen Fähigkeiten", erklärt Rosenzopf.
Seit 1999 arbeiten viele Jugendliche in ihren Sommerjobs eine gewisse Stundenzahl für die Kinder in Angola. Und seit 2001 organisieren sie Konzerte für Angola. Heute gibt es Kinderkonzerte, "Kick and rock for Africa" und unzählige weitere Projekte, die alle ein Ziel haben: Den Menschen in Angola zu helfen.
Krista Hutter ist stolz, wenn sie sieht, was der Verein bewirken konnte: Schulen, Bäckereien und Kindergärten wurden dank seiner 150 Mitglieder verwirklicht, mit dem Jubiläums-Konzert am 1. Juni (siehe unten) will man Frauen in Lwena helfen, lesen und schreiben zu lernen. Stolz ist Hutter aber auch auf die Jugendlichen, die so viel Solidarität und Engagement aufbringen für dieses bitterarme Land, dass so reich an Menschlichkeit ist.
Features
FAKTEN
"IniciativAngola" ist ein Jugendverein in St. Primus (Gemeinde St. Kanzian), der seit 15 Jahren mit karitativen Veranstaltungen Bildungsprojekte der Don-Bosco-Schwestern im afrikanischen Staat Angola unterstützt.
Mitglieder. 150 derzeit
Beitreten. E-Mail an office@angola.at
Homepage. Mehr Infos gibt es unter www.angola.at








