Schönfelder über Streif: "Es war brutal"
Der Kärntner: "Habe beim Fahren schwarze Punkte im Schnee gesehen, das waren sicher die Plomben meiner Mitstreiter."

Foto © GEPARainer Schönfelder
Rainer Schönfelder hat am Dienstag seine
Abfahrtspremiere auf der legendären Streif "gefeiert". Von der frisch
entdeckten großen Liebe zur Abfahrt war aber nach dem ersten Ritt
über Mausefalle, Steilhang und Co. nicht viel zu sehen bzw. zu hören.
"Es war brutal, habe die Ehre", gestand der Kärntner, der mit
Startnummer 60 immerhin noch Rang 30 hinlegte.
Respekt vor Streif. Zähneklappern gab es nach Ansicht Schönfelders aber ganz sicher
nicht nur bei ihm. "Ich habe beim Fahren einige schwarze Punkte im
Schnee gesehen, das waren sicher die Plomben meiner Mitstreiter", war
Schönfelder dann im Ziel schon wieder bestens gelaunt. Der Respekt
vor der Streif war beim 30-jährigen Debütanten nicht zu überhören:
"Ich habe gedacht, dass das nur ein Mythos ist. Aber heute habe ich
bei jeder Kurve am eigenen Leib gespürt, wie brutal die Streif
wirklich ist."
Abfahrtspotenzial. Dementsprechend vorsichtig ist es Schönfelder auch angegangen.
"Das erste Mal ist immer schwer. Ich habe bei jeder Kurve bewusst
gebremst. Auch an Stellen, wo ich nicht bremsen hätte müssen. Jetzt
werde ich meine Lehren daraus ziehen und reagieren", so Schönfelder
vor den weiteren Trainings am Mittwoch und Donnerstag. Dass der
einstige Slalom-Spezialist trotz der "Besichtigungsfahrt" nur 4,84
Sekunden Rückstand hatte, zeigt, wie viel Abfahrtspotenzial in ihm
steckt.












