40 Mann und ein Kommando
Seit 75 Jahren hat Neuhaus eine eigene Feuerwehr. Ein Blick zurück auf Jahre des Auf und Abs. Jubiläum am Wochenende.
ROSINA KATZ-LOGAR
Viele Feuerwehren im Bezirk haben hundert Jahre und mehr bereits am Buckel. Die Feuerwehr Neuhaus hingegen ist erst 75 Jahre alt, hat aber eine spannende Geschichte zu erzählen. "Das Gründungsdatum ist der 19. Juni 1932", berichtet Erwin Tschreschnig, der die 40 Mannen kommandiert. "Neuhaus gehörte damals zur Gemeinde Leifling/Libelice." Das relativ späte Gründungsdatum sei durch Brandeinsätze der Feuerwehr Leifling in Neuhaus begründet. "Zum ersten Feuerwehrkommandanten wurde Josef Perkounig gewählt, der mit seiner Mannschaft 1932 zum ersten Mal ausrücken musste", so Tschreschnig. "Die Feuerwehr gehörte bis 1971 dem Bezirksfeuerwehrkommando Wolfsberg an", erinnert sich der ehemalige Neuhauser Bürgermeister und Kommandant Siegfried Skubl.
Brandlegung
"In den 1960er- und 1970er-Jahren sind zahlreiche Gehöfte abgebrannt", erzählt Skubl. Häufig sei eine Brandlegung nachgewiesen worden. Der größte Einsatz sei 1941 erfolgt, als die Meierei, die damals noch zum Schloss Neuhaus gehörte, abbrannte. In der Kriegszeit war Gastwirt Albert Hartl senior Kommandant, bis er an die Front musste. 1942 übernahm daher sein Stellvertreter Max Maurel das Feuerwehr-Kommando.
Heute umfasst das Einzugsgebiet der Wehr die Orte Pudlach und Neuhaus - Bergregionen inklusive. "Wir haben etwa 20 Einsätze im Jahr", sagt Kommandant Tschreschnig. Dabei würden technische Einsätze überwiegen, wie die Bergung Verletzter nach einem Unfall oder Wassertransporte zu den Bauernhöfen am Berg in Zeiten akuter Wassernot.
Jubiläum. Morgen Freitag (ab 20 Uhr) Unterhaltung mit der Gruppe "Die Buben" im Festzelt am Dorfplatz. Am Sonntag Frühschoppen (ab 11 Uhr) samt Schau der modernsten FF-Spezialfahrzeuge (ab 14 Uhr).










