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    Zuletzt aktualisiert: 07.01.2012 um 20:15 UhrKommentare

    Ihr Sopran erklingt an den besten Häusern

    Die Opernsängerin Sandra Trattnigg (35) aus Gösselsdorf lebt seit sieben Jahren in Zürich und singt in der obersten Liga an den bekanntesten Häusern.

    Die Sopranistin 2011 in Valencia bei Beethovens "Fidelio" backstage mit Dirigent Zubin Metha

    Foto © PrivatDie Sopranistin 2011 in Valencia bei Beethovens "Fidelio" backstage mit Dirigent Zubin Metha

    In Berlin, Hamburg, Dresden, Valencia und Zürich begeisterte Sandra Trattnigg 2011 das Opernpublikum mit ihrem Gesang. Seit sieben Jahren ist sie im Ensemble des Opernhauses Zürich - eines der fünf weltbesten Opernhäuser - und lebt auch in der Schweizer Stadt.

    Das Elternhaus der viel gereisten Sopranistin steht aber in Gösselsdorf. Bereits mit zwölf Jahren schlug Trattnigg den Weg in Richtung Musik ein. Nach Abschluss des Musikgymnasiums in Viktring studierte sie Jazzgesang und Musik in Graz.

    Klassische Musik hat der Sängerin immer schon gefallen, mit 21 hat sie sich dann dazu entschlossen, in diese Richtung zu gehen. Das körperliche Singen sei spannender, weil man viel mehr Möglichkeiten habe, mit der Stimme zu agieren. "Wenn der Körper und die Seele singen, ist das ein sehr befriedigendes Gefühl", schwärmt Trattnigg, "man braucht seinen ganzen Korpus, um über das Orchester drüberzuklingen".

    Hochleistungssport

    Klassisches Singen sei wie Hochleistungssport, weil man viel trainierte Muskulatur braucht. Aus diesem Grund muss die Sopranistin immer fit sein. "Wenn man auf der Bühne eine Arie singt und man dabei von der einen auf die andere Seite rennen muss, braucht man gute Ausdauer."

    40 bis 50 Auftritte zählte die Sängerin im vergangenen Jahr, seit einem Jahrzehnt steht die Sopranistin nun bereits auf der Bühne. Heuer im Sommer wird sie bei den Salzburger Festspielen in der Zauberflöte zu hören sein.

    Trotz der vielen Reisen ist die Sängerin in Zürich zu Hause. Die Schweiz sei Kärnten sehr ähnlich. "Ich liebe die Nähe zu den Bergen und den See", sagt Trattnigg, "ein großer Unterschied ist allerdings der Flughafen, denn von Klagenfurt kommt man fast nirgendwohin". Im Sommer und zu Weihnachten ist die Sopranistin fast immer zu Hause. Ihre Eltern besuchen auch oft ihre Auftritte in aller Welt.

    Trattnigg: "Das Spannende an meinem Beruf ist das viele Reisen und die vielen verschiedenen Charaktere der Künstler, mit denen ich zusammenarbeite." Trotzdem schätzt sie ihre Ruhephasen sehr.

    Viel in der Natur

    "Ich bin viel in der Natur, damit ich den Bezug zur Realität nicht verliere, denn auf der Bühne ist man ja wie ein Schauspieler in seiner Rolle gefangen." Auch ihre Freunde, die in ganz anderen Berufen tätig sind, helfen ihr dabei.

    "Ich kann mir schon vorstellen, im Alter mehr Zeit in Kärnten zu verbringen", sagt Trattnigg. Zuvor möchte sie aber weiterhin das Publikum von den besten Opernbühnen und Konzerthäusern der Welt aus mit ihrem Sopran begeistern.


    Wissenswertes

    Zürich (französisch Zurich, italienisch Zurigo, rätoromanisch Turitg, zürichdeutsch Züri) ist die größte Stadt der Schweiz und Hauptort des Kantons Zürich. Die Stadt mit rund 390.000 Einwohnern ist eine politische Gemeinde, die seit 1989 mit dem Bezirk Zürich deckungsgleich ist.

    Oper. Das Opernhaus (bis 1964 Stadttheater genannt) wurde 1891 eröffnet und bietet 1100 Zuschauern Platz.

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