Drei Frauen im Bezirk als "Eva 2011" gewürdigt
25 Menschen in Kärnten wurden heuer für ihr Engagement bei der "Eva-Gala" geehrt. Wir stellen die Preisträgerinnen aus dem Bezirk vor.
Sie setzen sich im Verborgenen für die Gesellschaft, ihre Mitmenschen und ihre Familien ein. Knapp vor Weihnachten wurden 23 Kärntnerinnen und zwei Kärntner bei der 13. "Eva-Gala" im Spiegelsaal der Landesregierung in Klagenfurt von Landeshauptmann Gerhard Dörfler für ihr grandioses Engagement gewürdigt. Neben Urkunden und Blumen erhielten die Geehrten jeweils eine Prämie von 1000 Euro.
Unter den Ausgezeichneten sind drei Frauen aus dem Bezirk Völkermarkt, die trotz unterschiedlicher Aufgaben eines gemeinsam haben: Sie betrachten ihren Einsatz als selbstverständlich. So auch Natalie Pototschnig aus St. Michael ob Bleiburg, die drei Waisenkinder aus Haiti adoptiert hat, um die sie sich nun in ihrer Heimat rührend kümmert. Nominiert wurde die Dolmetscherin von Landeshauptmann Dörfler, der von der spektakulären Geschichte der 37-Jährigen zufällig erfuhr und tief berührt war.
Nach dem Studium jobbte die multiaktive Jauntalerin, die neben Deutsch Englisch, Französisch und Russisch spricht und über Slowenischkenntnisse verfügt, als Kinderschilehrerin in Tirol. Danach verschlug es die Globetrotterin, die als Tauchlehrerin in Kroatien und Ägypten tätig war und sich mit Unterwasserarchäologie beschäftigte, nach Neuseeland.
Plötzlich Mutter
"Dann verspürte ich einen innerlichen Drang", begründet Pototschnig ihr Freiwilligenjahr auf Haiti. Im Rahmen ihres humanitären Einsatzes war die Südkärntnerin von Juni 2007 ein Jahr lang im Saint-Damien-Hospital in der Hauptstadt Port-au-Prince, wo sie die schwer kranken Kinder Edisson und Popèe nicht nur in ihr Herz schloss: "Plötzlich waren Muttergefühle da", sagt Pototschnig, die beim Spießrutenlauf durch Ämter und Behörden von ihrem damaligen Freund Conan unterstützt wurde. "Er kontaktiert die Kinder - sie nennen ihn ,Daddy' - noch heute regelmäßig, und hat mir Meread, die wegen ihrer Krankheit ihrem Schicksal überlassen worden wäre, vermittelt", erzählt die dreifache "Mama".
Obwohl Pototschnig beruflich eine Karriere ins Haus stand, ist sie glücklicher denn je. "Ich bin endlich angekommen, Muttersein ist meine Berufung", so die gläubige Alleinerzieherin, die sparsam haushalten muss und dennoch nichts vermisst. Dankbar ist sie für die durchwegs positiven Reaktionen und herzlichen Gesten der Menschen. Einen Wunsch hat sie dennoch: "Bitte besucht die Internetseite www.compassionwearvers.org., jeder Cent trägt dort zum Überleben von Kindern bei."











