Einkaufszentrum gibt Jugend Platz
Im Jänner wird im Blaej-Center in Bleiburg ein Jugendzentrum eröffnet. Es soll ein offener Ort zur Begegnung sein. Jetzt wird Personal gesichtet.
Bleiburgs Jugendliche wünschen sich schon länger einen Rückzugsort. Daraufhin wurde 2009 über Maßnahmen gesprochen. "Damals wollten wir einen Jugendraum schaffen. Diese Idee wurde zu einem Jugendzentrum ausgebaut. Wir mussten Räume finden und uns über die personellen Vorstellungen einigen", erklärt Vizebürgermeister Philipp Liesnig (SP) die Verzögerung. 400 bis 500 Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren fallen in die Zielgruppe des Jugendzentrums. Im Jänner soll die Plattform eröffnet werden.
Professioneller Partner
Das Projekt steht unter Schirmherrschaft des Völkermarkter Jugendzentrums "Chillout". "Es wird eine Plattform zur Verfügung gestellt, die offen ist für Jugendliche", sagt Patrizia Osti vom "Chillout", die das Konzept für Bleiburg erarbeitet hat, "ein Ort der Begegnung für Jugendliche ab zwölf Jahren - egal welchen Geschlechts, welcher Religion und Kultur".
Die Räume sind im Blaej-Center auf 120 Quadratmetern untergebracht. Miete und Betriebskosten werden von der Gemeinde getragen. "Das Jugendzentrum soll gemeinsam mit den Jugendlichen eingerichtet werden", so Liesnig. 50.000 Euro steuert das Land jährlich für Personal bei. Es werden zwei 25-Stunden-Kräfte beschäftigt. Liesnig: "Somit schaffen wir zwei qualifizierte Arbeitsplätze in der ländlichen Region."
Im Moment sind das Fachpersonal vom "Chillout" und das Sozialreferat des Landes auf der Suche nach zwei Sozialpädagogen - eine Frau und einen Mann - vorzugsweise aus unmittelbarer Umgebung. Interessenten können sich am Stadtamt Bleiburg melden.
Jugendbeteiligung
Anfangs steht Jugendbeteiligung im Mittelpunkt: "Gemeinsam sollen die Räume des Jugendzentrums eingerichtet, ein Name gefunden werden", so Osti. In weiterer Folge sollen hier Veranstaltungen zu Themenschwerpunkten wie Sexualität, Mobbing, Gewalt, aber auch Kreativworkshops wie Töpfern und Musizieren stattfinden. Auch erlebnispädagogische Elemente sind geplant.
"Wir möchten außerdem einen Jugendgemeinderat schaffen", so Liesnig, "die Jugendlichen sollen über Jugendprojekte, die in der Gemeinde stattfinden, mitbestimmen und ihre Wünsche und Vorstellungen präsentieren".











