Asylheim soll bald voll belegt sein
Landeshauptmann Gerhard Dörfler hält am "Konzept Saualm" fest. Nach der Sanierung soll in den nächsten Wochen eine Betriebsbewilligung folgen.

Foto © KLZ/MonsbergerDie Sanierung ist fast fertig. Sie ist Voraussetzung für den Weiterbetrieb
Die Betreiberin und Besitzerin eines Gebäudekomplexes auf der Saualm, welches als "Sondereinrichtung für Asylwerber mit besonderem Betreuungsbedarf" eingerichtet wurde, ist verärgert. Beim gestrigen Lokalaugenschein der Kleinen Zeitung verwehrte sie den Zutritt und sagt nur, sie wolle in Ruhe gelassen werden. "Ich habe nichts gegen Ausländer. Für eine Familie ist das hier inmitten der Natur sicher ein schöner Ort. Ich glaube aber, dass sich nicht alle Asylwerber hier wohlgefühlt haben", sagt ein Nachbar in der Streusiedlung. Er und andere Nachbarn hoffen, dass das Heim nicht in derselben Weise weitergeführt wird, haben aber Zweifel. "Ich denke, es wird weitergehen; die Fenster wurden ja bereits erneuert."
Für Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) steht außer Frage, dass das Heim mit Vollbeleg weitergeführt wird, sobald in Kürze die Betriebsbewilligung vorliegt. "Jedem Asylwerber muss zumutbar sein, im selben ländlichen Umfeld wie Kärntner Mitbürger zu leben", sagt Dörfler. Zuletzt waren 29 Asylanten auf die Saualm zugewiesen; bei Vollbeleg könnten dort um die 50 Asylanten betreut werden.
Wie berichtet, war die Betreuungseinrichtung auf der Saualm vor einiger Zeit still und heimlich geschlossen worden. Die 29 Bewohner - sechs von ihnen waren zu dieser Zeit im Gefängnis und verbüßten dort ihre Strafen - sind vom Flüchtlingsreferat auf andere Heime aufgeteilt worden. Welche es genau sind, will man nicht öffentlich bekannt geben. Der Grund für das vorübergehende "Aus" sollen unter anderem Probleme mit der Abwasseranlage und andere bauliche Mängel gewesen sein.
Durch die Renovierung des Heimes verändern sich übrigens die vom Land gezahlten Tagsätze für die Asylanten nicht. "Alle getätigten Investitionen gehen zulasten der Betreiberin und Hausbesitzerin", stellt Landehauptmann Dörfler klar.










