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Zuletzt aktualisiert: 29.10.2011 um 20:30 UhrKommentare

Kreuze zum Gedenken und als Hinweis auf Gefahr

Vor Allerheiligen stellt der ARBÖ weiße Kreuze an den Straßen auf, zur Erinnerung an die Unfallopfer und auch als Warnung. 30 Stück wurden heuer im Bezirk angebracht.

Natürlich stimmt es einen nachdenklich, an einem Ort zu sein, wo ein Mensch sein Leben lassen musste", bekennt Harald Persche, während er am Straßenrand der St. Kanzianer Landesstraße - auf Anhöhe Abzweigung Kühnsdorf, vis à vis Abzweigung St. Marxen - zwei weiße Kreuze in den Boden schlägt. "Den Rotkreuz-Mitarbeiter, der hier vor Jahren verunglückte, habe ich sogar gekannt", sagt der 42-Jährige, an dem in Minutentakt Pkw und Lkw vorbeidonnern.

"Besonders betroffen macht es mich, wo Kinder verunglückten", spricht der zweifache Familienvater die Seeberg-Bundesstraße im Bereich Kohldorf an, wo im November 2010 das Leben einer zehnjährigen Gymnasiastin ausgelöscht wurde. "Auch diesen verhängnisvollen Tag - es herrschten extrem diffuse Lichtverhältnisse - werde ich wohl nicht vergessen", sagt der ARBÖ-Mitarbeiter.

30 Kreuze hat der ARBÖ-Techniker im Bezirk Völkermarkt positioniert. Dabei legte er mit seinem Dienstfahrzeug 200 Kilometer zurück. "Der ARBÖ möchte damit der Todesopfer auf Kärntens Straßen gedenken, aber auch vor den vielfältigen Gefahren im Straßenverkehr warnen", bringt Persche die Intention der Kampagne, die der Autofahrer-Klub traditionell vor den Allerheiligen-Feiertagen durchführt, auf den Punkt.

Menschliches Versagen.

Prävention hat für Klaus Innerwinkler, Verkehrsreferent des Bezirkspolizeikommandos Völkermarkt, oberste Priorität. "Viele Faktoren können zur Tragödie führen, meist ist es aber menschliches Versagen", weiß der Experte und verweist auf die Verkehrsunfallbilanz, die im Jahr 2009 zwei, im Vorjahr sogar fünf und bis dato ein Todesopfer ausweist. An die Autofahrer richtet Major Innerwinkler den Appell, besonders jetzt, mit Beginn der dunklen Jahreszeit, stets vorsichtig unterwegs zu sein. Das Gefährt soll winterfit ausgestattet sein - ab 1. November ist Winterreifenpflicht -, die Geschwindigkeit soll den jeweiligen Straßenverhältnissen (Nässe, Glätte) und auch den Witterungsbedingungen (Nebel, Regen, Schnee) angepasst werden.

Den Fußgängern rät der erfahrene Verkehrsexperte: "Reflektoren an der Kleidung anbringen und natürlich stets mit Bedacht im Straßenverkehr unterwegs sein. Und zwar zur eigenen Sicherheit!"

SABINE JAGER

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