Baubeginn für die Schnellstraße unklar
Slowenien plant Nord-Süd-Schnellstraße bis Grablach/Holmec. Nach vielen Diskussionen mit Anrainern gibt es jetzt zwei Varianten. Slowenische Gemeinde Prevalje drängt auf Entscheidung.

Foto © KatzDie vierspurige Schnellstraße soll von der kroatischen Grenze bis zum Grenzübergang Grablach/Holmec führen und über Bleiburg und Griffen an die Südautobahn angebunden werden
Wir können nun die optimale Variante, die auch von der Bevölkerung akzeptiert wird, vorlegen", berichtet Matija Tasi, Bürgermeister der Gemeinde Prevalje (Slowenien). Die Projektierung des 1,5 Milliarden Euro teuren Staatsprojektes, das auch aus EU-Mitteln finanziert wird, könne laut Tasi Ende Oktober abgeschlossen werden.
Von Kroatien bis Kärnten
Wie die Kleine Zeitung vor drei Jahren berichtete, war die Projektierung der Schnellstraße von der kroatischen Grenze bis zum Grenzübergang Grablach/Holmec 2008 ins Stocken geraten, nachdem Dravograd auf eine Umfahrung mit Tunnel beharrte.
Die Stadtgemeinde Prevalje und auch die übrigen betroffenen Gemeinden hätten nun ihre Standpunkte nach vielen Diskussionen mit Anrainern klargelegt. "Ich bin zuversichtlich, dass die Regierung unsere Wünsche berücksichtigen wird", sagt Matija Tasi, der sich über die "schon lange fällige Einigung" erfreut zeigt. "Die Stadt kann den starken Durchzugsverkehr, der durch die Baustelle in Dravograd noch schlimmer geworden ist, nicht mehr bewältigen." Die Regierung solle laut Tasi bald die Auswahl zwischen den zwei Varianten treffen und das Straßenprojekt genehmigen.
Zwei Varianten
Die vierspurige Schnellstraße werde entweder 300 Meter südlich von Prevalje, das 5000 Einwohner zählt und im Herzen des engen Meatales liegt, geführt, oder nördlich, wo allerdings Tunnels und Unterflurtrassen den Bau verteuern würden. Proteste von Anrainern seien bei der Präsentation Ende Oktober in beiden Fällen nicht mehr zu erwarten.
Die neue Verkehrsachse wird 60 Kilometer lang sein und neben Prevalje und Ravne auch Dravograd, Slovenj Gradec und Celje an den kroatischen Raum anschließen. Die Schnellstraße wird nach einer Bauzeit von vier Jahren direkt bis an die österreichische Grenze in Grablach/Holmec geführt. "Die Anbindung an die Südautobahn über die Lippitzbachbrücke ist perfekt", sagt Bürgermeister Tasi.
Er geht davon aus, dass sich betroffenen Nachbargemeinden in Kärnten schon entsprechend auf die neue Schnellstraße vorbereiten, weil diese die Verkehrssituation in Kärnten sicherlich beeinflussen werde. "Soweit ich informiert bin, liegen die Lösungen in Kärnten bereits auf dem Tisch." In Kärnten ist man verwundert (siehe Hintergrund rechts).












