Am Ende flossen Tränen der Freude
Josef Kantor und Christian Müller liefen beim Graz-Marathon unter die Top Ten.
GRAZ . Das war ein Zieleinlauf voller Emotionen! Nach 2:37,55 Stunden lief der gebürtige Bad St. Leonharder Josef Kantor (36) beim Graz-Marathon am Sonntag durch das Ziel. Mit seiner persönlichen Bestleistung erreichte er als zweitbester Österreicher Platz acht. Sensationell!
Als erste Gratulanten stellten sich Sekunden später Vater Josef, Mutter Annemarie und Freundin Sarah ein. "Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich wollte unbedingt unter 2:38 laufen. Schlussendlich war es dann eine Punktlandung", erzählt Kantor. Beim Lauf fühlte er sich von Anfang an wohl und fand sofort seinen Rhythmus. "Ab Kilometer 30 habe ich gemerkt, dass ich meine Wunschzeit laufen kann. Aber die letzten Kilometer waren extrem hart, da musste ich die Zähne zusammenbeißen."
Seinen Erfolg konnte er aber nicht lange feiern. Schon um 7 Uhr früh hob er gestern mit dem Flieger wieder Richtung Düsseldorf ab, wo er seit 2007 beruflich bei der HSBC Bank tätig ist. "Berufsbedingt kann ich auch nicht so viel trainieren wie andere. Deshalb war meine Zeit umso beachtlicher", so Kantor. Der Lavanttaler ist in der Marathon-Szene kein Unbekannter. 2006 wurde er in Graz bester Kärntner und von den Lesern der Kleinen Zeitung zum "Regionalsportler des Monats" gewählt.
Auf Anhieb erfolgreich
Einen Platz hinter Kantor landete der Völkermarkter Christian Müller (Bild) mit 2:39,32 Stunden auf Platz neun. Freundin Sonja drückte vor Ort die Daumen. Verständlich, dass bei der ersten Umarmung die eine oder andere Freudenträne floss. "Ich laufe erst seit zwei Jahren wettkampfmäßig. Vorher war ich mehr im Mountainbike-Bereich vertreten", verrät der 35-Jährige, der als Förster bei der BH Völkermarkt arbeitet.
Graz war überhaupt erst Müllers dritter Marathon: "Ich habe nie damit gerechnet, dass ich hier mit den Besten mithalten kann." Heuer will er noch den Halbmarathon in Udine bestreiten. FRANZ HOLLAUF















