Augenarzt-Stelle nur für Bezirksstadt
Dritter Augen-Kassenfacharzt für Bezirk fixiert. Doch nur die Stadt Völkermarkt darf Praxisstandort sein. Bleiburger wollen weiterkämpfen.

Foto © PrivatJohann Rigelnik und Vizebürgermeister Manfred Daniel wollen sich weiter für eine Kassenstelle einsetzen
Der Bezirk Völkermarkt erhält ab April nächsten Jahres einen dritten Augenfacharzt für alle Kassen. Das ist seit dieser Woche vertraglich fix. "Beide Ärzte versorgen um circa 40 Prozent mehr Patienten als ein durchschnittlicher Augenarzt. Eine Entlastung ist dringend nötig", sagt Johann Lintner, Direktor der Kärntner Gebietskrankenkasse (GKK), die mit der Ärztekammer die neue Planstelle einvernehmlich besetzt.
Die Völkermarkter Augen-Kassenfachärzte Kurt Bierbaumer und Paul Stanislaus Kernjak haben sich für einen zusätzlichen Kassenarzt eingesetzt. "Unsere Ordinationszeiten gehören zu den längsten und wir versorgen die meisten Patienten", so Kernjak. Bis zu neun Monate wartet man bei ihm auf einen Untersuchungstermin. Akutpatienten kämen aber ohne Wartezeit dran.
Wer der dritte Kassenarzt in Völkermarkt wird, steht in einem guten Monat fest. "Bei rund 30 Ärzten fragen wir an. Aber es kann sich im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung jeder in den kommenden Wochen bewerben", sagt Klaus Mitterdorfer, stellvertretender Ärztekammerdirektor. Vergeben wird nach einem Punktesystem. Bewertet werden Reihung, Berufserfahrung, Fortbildung und eine bereits bestehende behindertengerechte Arztpraxis oder der ernsthafte Wunsch, eine solche zu verwirklichen.
Zum derzeitigen System gehört auch, Fachkassenärzte in den Bezirkshauptstädten zu positionieren. Ein Faktum, das dem Aktionskomitee "Fachärzte für Bleiburg" nicht gefällt. "Wir fordern die neu geschaffene Kassenstelle für Bleiburg zur Stärkung des ländlichen Raumes", sagt Vizebürgermeister Manfred Daniel (VP). Das Komitee wolle darum kämpfen. "Wir verstehen die Forderung, aber die Fachkassenärzte sind kärntenweit in Bezirkshauptstädten angesiedelt, weil dort Frequenz und Dichte der Infrastruktur am höchsten sind", so Lintner und Mitterdorfer.










