"Schlagloch-Rallye" ärgert Almbewohner
Die Saualmstraße zwischen Wolfsberg und Völkermarkt gleicht einer Rumpelpiste. Dabei sei die St. Andräer Seite noch einigermaßen in Stand - allzu holprig wird es auf Griffner Seite.
Schlaglöcher, ausgewaschene Rinnen, große Steine auf der Fahrplan - dieses Bild bietet sich auf der Rumpelpiste, welche die beiden Bezirke Wolfsberg und Völkermarkt auf den zwei Saualm-Ausläufern miteinander verbindet.
Um die Instandhaltung dieser alten Verbindungsstraße, welche von Lamm über Tschrietes nach Wölfnitz führt, kümmern sich die Stadtgemeinde St. Andrä und die Marktgemeinde Griffen laut Pöllinger Pfarrer Johann Nepomuk Wornik unterschiedlich gut: "Auf St. Andräer Seite ist die Straße in noch einigermaßen gutem Zustand und wird jährlich besser, aber ab der Bezirksgrenze Richtung Griffen ist es besonders schlimm", so Wornik, der auf Völkermarkter Seite drei und im Bezirk Wolfsberg vier Kirchen betreut. Wornik: "Auf Nachfrage beim Griffner Gemeindeamt im letzten Jahr wurde mir gesagt, dass sich die Leute daran zu gewöhnen hätten."
Bereits 49 Unterschriften sammelte der engagierte Geistliche, um auf die Situation aufmerksam zu machen. "Die Verbindung wird immer miserabler, hin und wieder wird zwar Schotter aufgeschüttet, aber das hält nicht lange. Auch für Radfahrer und Urlauber ist es alles anderes als angenehm, hier zu fahren."
Umwege in Kauf nehmen
Inge Raffalt, die ein Wochenendhaus an der Tschrieter Straße besitzt, nimmt manchmal lieber einen längeren Umweg in Kauf, als den holprigen Weg befahren zu müssen. "Seit 20 Jahren hat die Fahrbahn nicht so schlecht ausgesehen und es geschieht trotzdem nichts", sagt sie kopfschüttelnd.
Eine Anrainerin fügt hinzu: "Bei meinem Auto war die Ölwanne aufgerissen, als ich damit in einem Schlagloch aufgesessen bin." Dass "nichts getan" wird, stimmt jedoch laut Griffner Bürgermeister Josef Müller nicht: "Die Straße wird jährlich im Zuge unseres Straßenbauprogrammes saniert und hergerichtet und ist auch im diesjährigen Sanierungsplan wieder enthalten. Dass hin und wieder ein Gewitter die Verhältnisse verschlechtert und es nicht zu jedem Augenblick in jedem Straßenbereich gut ausschauen kann, ist verständlich", sagt Müller. Aus dem Wegebudget fließen jährlich etwa 350.000 Euro unter anderem in Erhaltung und Pflege des 220 Kilometer langen Straßennetzes.
Anruf genügt
Grundsätzlich sei es "aber nicht notwendig Unterschriften zu sammeln, ein kurzer Anruf hätte auch genügt. Es wird alles getan was im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten liegt", sagt Müller.
St. Andrä bessert aus
Auch in St. Andrä sind die Almwege ein Bestandtteil im jährlichen Sanierungsplan: "Die Straßen werden öfter im Jahr abgefahren und bei Bedarf sofort ausgebessert. Eine Beurteilung warum sich die Straße im Gemeindeteil von St. Andrä in besserem Zustand befindet, ist jedoch schwierig", sagt der St. Andräer Bürgermeister Peter Stauber (SPÖ). Bei einem insgesamt 273 Kilometer langen Wegenetz fließen in der Gemeinde St. Andrä für die Straßenerhaltung zwischen 800.000 und einer Million Euro.










