Keine Angst vor Gemüse
Die EHEC-Infektionen machen den Völkermarkter Gemüsekäufern keine Angst. Ein Lokalaugenschein auf dem gestrigen Wochenmarkt.
Kaiserwetter herrschte beim gestrigen Mittwochmarkt in Völkermarkt, wo - wie wohl anderswo auch - der EHEC-Gemüseskandal das Thema Nummer eins war. Am Kaufverhalten änderte das allerdings nichts.
"Weder der Absatz von Tomaten, noch von Gurken ist rückläufig", sagt Günter Behr. "Ganz im Gegenteil", sagt der Gemüsegärtner aus Klagenfurt-Lendorf, der täglich am Benediktinermarkt in Klagenfurt, zweimal wöchentlich in Waidmannsdorf und seit sechs Jahren am Wochenmarkt in Völkermarkt Obst und Gemüse offeriert. Und zwar hauptsächlich mit Ernteerträgen von den vier Hektar großen Feldern, wie auch aus den 6000 Quadratmeter umfassenden Spezialhäusern. "Die Produkte aus Italien hole ich dreimal wöchentlich direkt vor Ort", so Behr, dessen Gurken, Marke Eigenbau, derzeit der große Renner sind.
Wohlschmeckend
"Das Obst und Gemüse hier schmeckt so wie aus dem eigenen Garten", schwärmt Edith Teyrowsky. Das finden auch Brigitte Woschitz und Viktor Wurm aus Kühnsdorf: "Wir haben keine Angst vor verseuchtem Gemüse, denn hier haben wir immer super Ware bekommen." Gemüsebauer Rudolf Korak (82) aus Watzelsdorf ärgert sich: "Die Konsumenten sind selber schuld. Sie wollen heute alles und zu jeder Jahreszeit. Der Handel reagiert darauf nur und importiert Lebensmittel aus aller Welt. Sie wollen nur Obst und Gemüse, das knackig ist und glänzt. Dabei vergessen sie, dass dies nur möglich ist, wenn es dementsprechend behandelt wird." Obwohl der Bioladen in Völkermarkt keine Einbußen hinnehmen musste, stimmt es Irmgard Buxbaum traurig, "dass beim Gemüseskandal die Bioware im Fokus steht".











