Abschlussfest mit Tränen in den Augen
Wehmut und Kritik haben das allerletzte Schulschlussfest der Landwirtschaftlichen Fachschule Eberndorf begleitet.

Foto © Katz-LogarPrälat Matthias Hribernik, Direktorin Rosemarie Miglar und Inge Mairitsch (von links) vor dem Flohmarkt
"Es ist, als würde man seine Heimat verlieren", sagte Rosemarie Miglar, die der Landwirtschaftlichen Fachschule Eberndorf 17 Jahre lang vorstand, sichtlich gerührt beim letzten Schulschlussfest am Freitag.
Im Konferenzzimmer saßen fassungslose Lehrer. "Die Schließung trifft jeden persönlich", beklagte Eva Pölz, die 32 Jahre an der Schule unterrichtete. Und: "In Wirklichkeit weinen alle." Barbara Berg sprach von "einem harten Schlag für Lehrer und Schüler, nun werden alle aufgeteilt." Der Schüler Daniel Kren hätte gerne weitergemacht. "Ich bin sehr traurig, weil es hier einfach schön war." Anika Puschnig aus Kühnsdorf macht sich Sorgen um ihre Zukunft - ihre Ausbildung wurde abgebrochen.
Dass die Schulschließung eine Tragödie sei, sind sich die Absolventinnen Rosemarie Fixl, Kunigunde Urak und Theresia Popp einig. "Den Politikern sind die Anliegen der Menschen egal."
Der Landtagsabgeordnete Jakob Strauß (SP) und Eberndorfs Bürgermeister Gottfried Wedenig (SP) fanden scharfe Worte gegen ihre Politikerkollegen: "Die Politik hat 6000 Unterschriften ignoriert und einen wichtigen Teil des Jauntales zerstört."
Ehrengäste am schicksalhaften Fest waren Prälat Matthias Hribernik, die Landtagsabgeordnete Claudia Wolf-Schöffmann, Fachinspektorin Stefanie Glabuschnig, Inge Mairitsch vom Heimatwerk, Altbürgermeister Josef Pfeifer und Bezirksobfrau Irmgard Dreier vom Bildungswerk. Zum Ausklang wurden Schulutensilien auf einem Flohmarkt feilgeboten.











