Bundespräsident steht Pate für Dialogkonferenz
Am Montag findet die erste Dialogkonferenz der "Patenschaft für Mehrsprachigkeit" in Globasnitz/Globasnica statt. Thema: Mehrsprachigkeit als Wettbewerbsvorteil.

Foto © ReutersBundespräsident Heinz Fischer und Gattin Margit kommen zur Konferenz
Am Montag wird sich Globasnitz/Globasnica in all seinen Facetten der praktizierten Zweisprachigkeit präsentieren. Auf Einladung der "Patenschaft für Mehrsprachigkeit" mit den Initiatoren Bernard Sadovnik (Obmann der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen-SKS) und Willibald Liberda werden Teilnehmer von den Slowenenorganisationen über die Kärntner Konsensgruppe und Spitzen der Landespolitik bis Bundespräsident Heinz Fischer bei der ersten Dialogkonferenz erwartet.
Das Thema der Konferenz ist die "Mehrsprachigkeit als Wettbewerbsvorteil", bei der "wir unter allen möglichen Gesichtspunkten aufzeigen wollen, was Sprache bewirkt und welche Vorteile Mehrsprachigkeit der Region bringt", erläutert Sadovnik. Und mit Region meint er Kärnten, Slowenien und Friaul bis Kroatien, wo es im wirtschaftlichen Bereich schon lange Zeit fruchtbare Kooperationen gibt.
Zu diesem Aspekt wird es Impulsreferate aus dem Bereich der Wirtschaft geben, aber auch von Sprachinitiativen wie den "Alpen-Adria-Bildungsverbund Drei Hände - Tri roke - Tre mani", den Initiativen "Familiensprache Slowenisch", "Zwei- und Mehrsprachigkeit in der Familie" und das Erwachsenensprachprojekt "Ja zu meinen Sprachen" der SKS. Vorgestellt wird darüber hinaus das grenzüberschreitende Projekt Geopark Karawanken.
Kooperation der Regionen
Über 150 Unternehmen und Institutionen - darunter auch die Kleine Zeitung - sind laut Sadovnik bereits der Patenschaft beigetreten und 1400 Einzelpersonen über Facebook, auch Bundespräsident Heinz Fischer unterstütze bewusst diese Aktion und zeige das durch seine Teilnahme beim morgigen "Europatag/Evropski dan". Ziel der Initiative ist die Kooperation der Regionen, indem etwa Unternehmen hier und dort Praktika anbieten und die Internationalität in der gesamten Region fördern.
Am Montag wird jedenfalls ganz Globasnitz mit Schule, Kindergarten und Vereinen seinen Gästen die Aufwartung machen und zeigen, was sich aus Mehrsprachigkeit heraus entwickeln kann. Mehrsprachig sind auch Kindergarten und Volksschule, die mit den Gemischten Chören "Peca" und "Globasnitz" die Konferenz musikalisch umrahmen und Bilder zum Thema zeigen werden. Als Dankeschön für ihr fruchtbringendes Miteinander bekommen die Schüler einen Apfelbaum als Symbol für die Zukunft.
Features
FAKTEN
Termin. Montag, ab 14.30 Uhr, Globasnitz, Gasthof Hudl. Empfang des Bundespräsidenten.
Eröffnung. Begrüßung durch die Initiatoren Bernard Sadovnik und Willibald Liberda (15 Uhr).
Thema. "Mehrsprachigkeit als Wettbewerbsvorteil/Vejezinost kot trna prednost".
Statements. Marjan Sturm (ZSO), Fortunat Olip (Rat), Abgeordneter Rolf Holub (Grüne), Landesrat Josef Martinz (VP), Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser (SP), Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK), Minister für Schulwesen und Sport der Republik Slowenien Igor Luki.
Impulsreferate. Claudia Mischensky (Industriellenvereinigung Kärnten), Robert Rogner jun. (Unternehmer), Vladimir Wakounig (Spracheninitiativen), Franc Mui (Bürgermeister Gorika Brda).











