"Wollen kein Chlorwasser"
Nach dem Bruch der Ruttacher Wasserleitung vor drei Wochen soll der Ort von Bleiburg aus versorgt werden. Betroffene wehren sich dagegen.

Foto © BudaiKnapp vor Mittlern bei der Abzweigung zu Mahle brach die Wasserleitung
Seit drei Wochen werden die Bewohner der zwölf Häuser des Ortes Ruttach mittels einer 1,4 Kilometer langen Notleitung der Feuerwehr versorgt. Das Wasser muss allerdings für Trinkwasserzwecke abgekocht werden.
Mittlerweile wurde die Bruchstelle der Leitung geortet und mittels Streckenschieber abgesperrt. Sie liegt hinter dem Übergabeschacht in Mittlern an der Abzweigung zum Mahle-Werk. Am 14. März gab es eine Besichtigung, wobei Möglichkeiten zur Schadensbehebung erörtert wurden.
Diese gestaltet sich insofern kompliziert, weil mittlerweile mit der Verbreiterung der Mittlerner Straße in diesem Bereich die Wasserleitung von der Fahrbahn überdeckt ist. Ein Durchschießen der Leitung würde laut Kostenschätzungen über 30.000 Euro kosten.
Mit Kanal mitverlegen
Jetzt glaubt man, eine kostengünstige Lösung gefunden zu haben: Der Bau des Kanalstrangs von Rinkolach nach Ruttach (BA 307) soll vorgezogen und im gleichen Zuge die Wasserleitung mitverlegt werden, was nach Rechnung der Stadtgemeinde Bleiburg um 25.000 Euro billiger käme, als die Reparatur des 250 Meter langen schadhaften Leitungsstückes bei Mittlern. "Zudem ist mit weiteren Schäden an der 1969 verlegten Wasserleitung zu rechnen", sagt Bürgermeister Stefan Visotschnig (SP). Der Abwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld könnte kommenden Montag bereits mit den Arbeiten beginnen.
Unterschriftenliste
Die Hausbesitzer in Ruttach sind alles andere als begeistert von diesem Vorhaben und haben eine Unterschriftenliste der Gemeinde übergeben und fordern: "Wir wollen den Wasseranschluss, wie bisher, von der Marktgemeinde Eberndorf beibehalten." Roswitha Somrak: "Wir wollen kein Chlorwasser, das ist kein gleichwertiges Wasser." Visotschnig und Wasserreferent Stadtrat Michael Jernej (VP) beruhigen: "Die UV-Anlage kommt demnächst, dann hat unser Wasser die gleiche Qualität wie das Eberndorfer."











