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    Zuletzt aktualisiert: 30.03.2011 um 08:52 UhrKommentare

    Höchste Zeit zur Aufarbeitung des Käferholzes

    Der Borkenkäfer hatte heuer durch den milden Winter günstigen Start. Wer Befallsherde und Schneebruch noch nicht aufgearbeitet hat, sollte sich jetzt beeilen. Nachlässigen Waldbesitzern drohen Strafen.

    Schlägerungsunternehmen und Frächter haben derzeit Hochsaison - auch wegen der guten Holzpreise

    Foto © Archiv/BudaiSchlägerungsunternehmen und Frächter haben derzeit Hochsaison - auch wegen der guten Holzpreise

    Der heurige Winter ohne tiefere Temperaturen hat nicht dazu beigetragen, den überwinternden Bestand der Borkenkäfer deutlich zu dezimieren. Zusätzlich verschärft haben die Lage noch intensive Schneefälle Anfang Dezember des Vorjahres. Obwohl es keine flächigen Schneebrüche gab, lassen umgedrückte Einzelbäume Bezirksforstinspektor Franz Pikl befürchten, dass sich der Borkenkäfer heuer weiter ausbreiten wird: "Die umgedrückten Bäume sind stark geschwächt und stellen ein optimales Brutmaterial für den Borkenkäfer dar. Daher müssen diese Bäume unbedingt vor der wärmeren Jahreszeit entfernt werden." Und jetzt sei es höchst an der Zeit, diese Schäden aufzuarbeiten.

    Waldbesitzer verpflichtet

    Jeder Waldeigentümer ist nach dem Forstgesetz verpflichtet, Käfer- und Kalamitätsholz rechtzeitig aufzuarbeiten und aus dem Wald zu entfernen. Dabei habe, so Pikl, das Bewusstsein stark nachgelassen: 2010 musste er über 100 Aufträge zur Käferholzaufarbeitung versenden, einzelne nachlässige Waldbesitzer sogar strafen.

    Im Vorjahr gab es 35.000 Festmeter Schadholz durch Borkenkäferbefall - um 15.000 mehr als 2009. Damit ist der Käferholzanteil in Völkermarkt der zweithöchste der Kärntner Bezirke. Besonders stark betroffen ist die Dobrowa zwischen Kühnsdorf und Eberndorf.

    Doch was machen betroffene Waldbesitzer, die eigentlich keine Forstwirte sind und sich nicht in der Lage sehen, das Holz aufzuarbeiten? Es gibt auch Betroffene mit nur einer Waldparzelle, die auch altersbedingt nicht dazu in der Lage sind, "ins Holz" zu gehen und sich vielleicht auch kein Schlägerungsunternehmen leisten können.

    Förderungen und Hilfe

    Für die Aufarbeitung nach dem Schädlingsbefall gibt es auch Förderungen. "Und zusammen mit dem derzeit recht guten Holzpreis müsste sich das ausgehen", sagt Pikl. Er habe schon erlebt, dass Waldbesitzer gejammert, aber ein paar Meter weiter hieb-reife Bäume stehen gehabt haben.

    Grundsätzlich sei mit dem Wald zu wirtschaften. Dazu gehöre auch das rasche Aufarbeiten befallener Bäume, denn "Warten ist mehr Schaden", sagt Pikl, der einiges an Hilfestellung anbieten kann: Etwa Kontakte zu Schlägerungsunternehmen und Holzeinkäufern vermitteln, ebenso zu Waldwirtschaftsgemeinschaften und dem Kärntner Waldpflegeverein.

    Die Bezirksforstinspektion berät auch bei der Aufforstung. Übrigens: Mit der Förderung dafür sind laut Pikl etwa die Kosten für die Pflanzen gezahlt.

    HUBERT BUDAI

    Fakten:

    Bezirksforstinspektion. BH Völkermarkt, Klagenfurter Straße 9, Telefon 050/536-65 580

    Kärntner Waldpflegeverein. Mießtaler Straße 1, 9020 Klagenfurt, Telefon 050/536-31 033, Internet www.waldpflegeverein.at

    Maschinenring. 059/060-215, Internet www.maschinenring.at

    Landwirtschaftskammer. Außenstelle Völkermarkt, Griffner Straße 16A, Telefon (0 42 32) 20 49

    Borkenkäferbroschüre. Herunterladen von www.lk-kaernten.at

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