Familie flüchtete mit Baby vor Feuer
Dienstag standen 80 Feuerwehrmänner in St. Kanzian im Löscheinsatz. Ein Pärchen konnte sich mit seinem Baby noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, nachdem Feuer auf den Dachstuhl des Hauses übergegriffen hatte. Im angrenzenden Stall verendeten zwei Pferde im Feuer.

Foto © FF Eberndorf, www.ff-eberndorf.at
Als wir eintrafen, stand das Nebengebäude bereits in Vollbrand." So beschreibt Erwin Vauti (37), Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Peratschitzen, Gemeinde St. Kanzian, das Szenario. Gestern gegen 3.40 Uhr war am Gehöft des Fleischers Horst Gleinzer (44) - es steht direkt neben dem Rüsthaus - Feuer ausgebrochen.
"Das Nebengebäude, in dem sieben Pferde eingestellt waren, und das Wohnhaus der Familie trennt nicht einmal ein halber Meter", schildert Vauti. Der Hausbesitzer, Tochter Nicole (21) mit Baby Corinna sowie der Lebensgefährte der jungen Frau, Manfred Kuß (21), konnten sich rechtzeitig vor dem Feuer in Sicherheit bringen. "Der Löscheinsatz gestalte sich schwierig. Die Häuser im Ortskern sind eng aneinander gebaut. Die Flammen griffen auf den Dachstuhl des Wohnhauses der Familie über und drohten, sich auf ein weiteres Wirtschaftsgebäude, in dem große Mengen Brennholz lagern, auszuweiten", sagt Vauti. Er selbst wohnt nur 500 Meter vom Brandort entfernt.
Gemeinsame Rettung
Mit vereinten Kräften gelang es 80 Männern der Wehren Peratschitzen, Stein im Jauntal, Eberndorf, Rückersdorf und Kühnsdorf in rund eineinhalb Stunden, das Feuer einzudämmen.
Fünf Pferde konnten die Helfer aus dem Stall treiben, zwei verendeten. Über die Brandursache herrschte vorerst Unklarheit. Experten des Landeskriminalamtes untersuchten gestern den ganzen Tag die Brandruine nach möglichen Spuren.
Für Horst Gleinzer und seine Familie ist das nächtliche Feuer ein schwerer Schicksalsschlag. Das Wohnhaus ist vorübergehend unbewohnbar. Verwandte und die Dorfgemeinschaft greifen der Familie unter die Arme.
Feuerwehrkommandant Erich Vauti: "Wir werden zusammenstehen, wenn es gilt, zu helfen." Horst Gleinzer hat in den letzten Jahren mit großem Fleiß umfangreiche Sanierungen an seinen Gebäuden vorgenommen. Der Pferdeliebhaber hat am Stefanitag des Vorjahres erstmals bei der im Nachbarort St. Lorenzen gelegenen Kirche eine Pferdesegnung organisiert.













