Einbrecher haben Saison
Durch nächtliche Fußpatrouillen hält Polizei Zahl der Dämmerungseinbrüche im Bezirk niedrig. Einbruchsopfer leiden vor allem psychisch.
Mit den kürzer werdenden Tagen nehmen die Dämmerungseinbrüche zu. Drei Einbrüche während der Dämmerung (als besonders kritisch gilt die Zeit zwischen 17 und 21 Uhr) musste die Polizei Völkermarkt im vergangenen Jahr hinnehmen. "Eine geringe Zahl", interpretiert Felix Dragy, Kriminalreferent des Bezirkes Völkermarkt.
"Die Jahre zuvor waren es doppelt so viele - ein echtes Problem." Laut Dragy habe sich bei der Eindämmung der abendlichen Einbrüche die Tätigkeit der Polizei bewährt: "Wir machen Fußpatrouillen, nehmen mit den Bewohnern Kontakt auf und schauen, wer gehört zur Siedlung und wer nicht." Doch nicht nur Wohngebiete sind laut Dragy gefährdet, auch alleinstehende Häuser oder solche mit hohen Hecken werden von Einbrechern bevorzugt - "dann können sie in Ruhe arbeiten".
Viel schlimmer als der Sachschaden nach einem Einbruch sind laut Dragy vor allem die psychischen Schäden, die der Täter bei den Bewohnern hinterlässt. "Die Bewohner wurden gezielt beobachtet, ihr Tagesablauf wurde ausgekundschaftet, die Täter rufen am Festnetz an, klingeln an der Haustüre und wenn sich niemand meldet, gehen sie hinein." Die Folge sind schlaflose Nächte für die Geschädigten - und Ängste. Angst haben laut Dragy mancherorts allerdings auch die Einbrecher selbst - "dort, wo Hunde sind, haben wir erfahrungsgemäß keine Einbrüche."












