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Zuletzt aktualisiert: 22.09.2010 um 20:16 UhrKommentare

Familie Petz als Zugpferd für die Petzen

EU-Leaderprojekt für Sommererlebnis mit Familie Petz am Berg könnte nachhaltig Bestand der Petzen sichern. Gemeinde Feistritz ist gefordert.

Seit zwei Jahren beschäftigt den Geschäftsführer der Petzen Bergbahnen, Alfred Pajani, ein Erlebnisprojekt, das Besucher im Sommer auf die Petzen ziehen und damit den Liftbetrieb aus den roten Zahlen führen soll. Das Resultat: Ein Sommererlebnis mit vier Themenbereichen unter Schirmherrschaft der "Familie PETZen am Berg".

"Für mich stellte sich die Frage, wie bekomme ich die Petzen aus der Zuschusssituation. Und so habe ich mir in Tirol und Salzburg Erlebnisprojekte in vergleichbaren Schigebieten angeschaut. Dabei habe ich erfolgreiche Projekte gesehen, die mit Sommerinszenierungen um ein Vielfaches an Besuchern zulegen konnten", sagt Pajani. Mittlerweile wurde von der Tiroler "naturIDEA" ein Projekt ausgearbeitet, als EU-Leaderprojekt eingereicht und eine Förderung von 200.000 Euro der 650.000 Euro Gesamtkosten zugesagt. Weitere 35.000 Euro kommen vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds. Über weitere 200.000 Euro wird derzeit mit dem Land als Eigentümer der Bergbahnen verhandelt.

200.000 Euro für Gemeinde

Jetzt geht es um den Anteil der Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg von 200.000 Euro. Gemeinderat Alfred Pototschnig hat über die BL-BZÖ vor etwa einem Monat einen Antrag dafür in der Gemeinde eingebracht. Pototsch-nig: "Das ist eine der wenigen, wenn nicht die einzige Chance, die Petzen am Leben zu erhalten. Das Geld wäre als Wertschöpfungsfaktor gut angelegt."

Am 28. September wird der Gemeinderat darüber beraten. An diesem Tag gibt es auch ein Gespräch von Pajani, dem Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten, Helmuth Micheler, und Friedrich Morri, Geschäftsführer der KTH Kärntner Tourismus Holding mit Bürgermeister Fritz Flödl (LFA).

Dieser steht dem Projekt "auf jeden Fall positiv" gegenüber. "Auf der Petzen muss was passieren, wir müssen den Sommer verstärken und damit den Winterbetrieb absichern", sagt Flödl. Pajani: "Es ist ein machbares Projekt und ein großer Schritt zur Sicherung der Petzen. Nach den Berechnungen müssten wir 2014 ohne Zuschuss auskommen."

HUBERT BUDAI

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