Spraydose explodierte in Küche
Eine Dose mit Insektenspray war in einem Haus in St. Kanzian in der Nähe des Zusatzherdes abgestellt, als sie explodierte. Die Druckwelle beschädigte die Wohnung, ein Fenster wurde aus der Verankerung gerissen. Ein Urlauber wurde verletzt.

Foto © Fotolia: Grischa Georgiew
Zu einer Explosion kam es am Montagabend gegen 20.15 Uhr in der Küche des Wohnhauses eines 47-jährigen Mannes in St. Kanzian am Klopeiner See. Auf einem Aluminiumriffelblech in der Nähe des Zusatzherdes war eine Dose mit Insektenspray abgestellt. Durch die Wärme erhöhte sich der Druck in der Dose so stark, dass sie explodierte und gegen den Plafond geschleudert wurde. Durch die anschließende Druckwelle wurde ein Fenster samt Rahmen aus der Verankerung gerissen. Bei einem weiteren Fenster barst die Doppelverglasung, die Splitter wurden mehr als 25 Meter verstreut. Ebenfalls beschädigt wurden die Küchentür sowie die Rahmen dreier weiterer Türen.
Zum Glück befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand direkt in der Küche. Ein 62-jähriger Urlauber aus Deutschland, der allerdings in der Nähe stand, erlitt im Bereich des linken Unterarms und des linken Auges Brandverletzungen. "Ein Gefäß wie eine Spraydose hält durch den gewölbten Boden einen gewissen Druck aus, wird dieser jedoch zu hoch, so kann der Behälter gesprengt werden", erklärt Landeschemiker Erich Polzer. Dass ein Behälter birst, kann übrigens nicht nur bei einer mit Treibgas gefüllten Spraydose passieren. "Steht eine total volle Flasche mit Kernöl zu lange in der Sonne, erhöht sich der Druck auf die Flaschenwand so sehr, dass das Gefäß zerstört wird", weiß Polzer.











