Hitze fördert Borkenkäfer
Der Baumbestand ist geschwächt: Der heiße Sommer begünstigt das Wachstum der Borkenkäferpopulation und lässt Schlimmes befürchten.
Mag so mancher über die derzeitige Hitzewelle stöhnen, zumindest einen freut es: den Borkenkäfer. Die hohen Temperaturen fördern das Wachstum der Schädlinge. Die Trockenheit schwächt zudem den Baumbestand.
"Die nächsten Wochen sind entscheidend. Bleibt es weiter heiß und trocken, dann wird die Lage kritisch," sagt Franz Pikl, Leiter der Bezirksforstinspektion Völkermarkt. Der Schädlingsbefall lässt sich nur durch zügige Räumung des befallenen Waldstückes aufhalten. "Heuer gab es bereits 20 Räumungsaufforderungen," sagt Pikl. Der Schwerpunkt des Befalls hat sich in diesem Jahr endgültig von den Fichten-Reinbeständen in der Dobrowa in Richtung der Petzen verlagert. Hauptbetroffen sind die Wälder im Bereich Loibach bis Wackendorf.
Pro Jahr rechnet man im 58.000 Hektar großen Waldgebiet von Völkermarkt mit einer Schadholzmenge von etwa 22.000 bis 25.000 Festmetern. Mit 5000 Festmetern hält sich der Schaden in den Wäldern des Bezirks bis dato noch in Grenzen.
Holzpreis derzeit gut
Dies schlägt sich auch auf den Holzpreis nieder. Im Vorjahr kamen die Sägewerke kaum nach. Heuer können die Kapazitäten kaum ausgelastet werden. Für den August kündigt die Landeswirtschaftskammer Kärnten sogar längere Betriebsstillstände an. Der Marktwert von gesundem Rundholz ist derzeit sehr lukrativ und weist nach wie vor eine steigende Tendenz auf.
Auch der Preis für durch Käfer geschädigtes Holz ist durchaus noch passabel. "Das ist aber ein schwacher Trost," sagt Günther Kuneth, Leiter des Referats Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Kärnten. "Die Preisdifferenz zu gesundem Holz schmerzt natürlich."











