Ein Sizilianer und viele Trainerfehler
Stefano Lacagnina aus Völkermarkt war mit den Azzurri ganz und gar nicht zufrieden.
Fußball verbreitet sich wie ein Virus - meine Frau Patrizia und unsere beiden Söhne sind auch Fans", erzählt der 39-jährige Sizilianer Stefano Lacagnina. Vor 16 Jahren zog ihn die Liebe nach Kärnten, wo er eine Völkermarkterin heiratete. Seit fast zwei Jahren arbeitet er im "Caffè Latte" in Völkermarkt mit.
"Selbstverständlich wäre ein Sieg von Italien toll gewesen, aber es gibt sehr starke Mannschaften, wie Argentinien, Spanien - und Uruguay ist eine große Überraschung", sagt Lacagnina. Der Wahlvölkermarkter ist dagegen, wie Marcello Lippi, der Trainer der italienischen Elf, die Mannschaft ausgesucht hat. Seiner Meinung nach hat er auf ein paar wichtige Spieler vergessen. Für Italien als Sportnation ist das Ausscheiden der Mannschaft in der Vorrunde eine große Enttäuschung. "In Österreich gibt es einen richtigen Winter, dann liegt der Fokus auf den Wintersportspielen. In Italien konzentrieren sich aber alle das ganze Jahr über auf Fußball, weil die Winterpause ausfällt", erzählt Lacagnina aus seiner Heimat. Seiner Meinung nach gäbe es in Italien mehr Talente als in Österreich, weil es größer ist.
Der Fußballfanatiker hat selbst bereits fünf Jahre Fußball gespielt und auch seine beiden Söhne, 8 und 12 Jahre alt, kicken beim VST. "Vielleicht könnte man vis-à-vis vom Caffè Latte einen Sportplatz bauen - ich möchte öfter spielen", scherzt der Italiener, der eigentlich Inter Mailand-Fan ist. "Da kommt es dann oft zum Streit mit meinen Jungs, denn die beiden halten immer dagegen", erzählt Lacagnina schmunzelnd. JULIA SLAMANIG











