Eine Engländerin hält fest zu Afrika
Emma Ferguson, Wahlvölkermarkterin, stammt aus einer echten Fußballnation.
Emma Ferguson, nun wohnhaft in Völkermarkt, stammt aus England, ist aber trotzdem keine Fußball-Fanatikerin. Von der Weltmeisterschaft ist aber auch sie angetan. "Zur WM schaue ich mir Teile eines Spiels an - ein ganzes Match ist mir aber zu viel", sagt Ferguson. Seit fünf Jahren lebt die 63-Jährige am Kreuzbergl in Völkermarkt. Oft reist sie aber nach London in ihre Heimatstadt, um die Eltern zu besuchen. "Meine Eltern schauen schon Fußball", erzählt sie. Die Erzeugung und den Verkauf von Schafwollsteppdecken und Seifen hat die Londonerin in Kärnten zu ihrem Beruf gemacht.
England sei laut Ferguson im Gegensatz zu Österreich eine Fußballnation. "Die Straßen in London sind wie leer gefegt, wenn England spielt", erzählt die Engländerin von ihrer Heimatstadt. Die Leute sammeln sich entweder bei den Pubs, wo die Matches übertragen werden, oder zu Hause vor dem Fernseher. Ganz London ist mit englischen Flaggen dekoriert. Sie hängen aus vielen Fenstern, von Dächern und auch auf Autos wehen die rot-weißen Stoffe. Ferguson ist aber nicht überzeugt vom Sieg der englischen Elf: "Ich glaub nicht, dass das englische Team gewinnen wird. Wenn sie es aber ins Finale schaffen, werde ich patriotisch."
Der Siegestipp der Engländerin für die WM ist Ghana: "Ich hoffe, dass Ghana gewinnt. Das schwere Fußballgeld soll mal nach Afrika fließen." Fergusons Meinung nach seien die Fußballer total überbezahlt. "Wenn ich mir Fußball im Fernsehen anschaue, dann nur, wenn Barcelona spielt. Das ist eine Mannschaft mit Ethik."











