Drei Mal so teuer wie Penk
12.800 Euro pro Haushalt für Kanal: Bürgermeister Flödl relativiert Kosten mit "Synergieeffekt". Dolintschitschacher hätten lieber dezentrale Lösung.
Für die Abwasserentsorgung des Ortes Dolintschitschach hat die Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg ein Einreichprojekt ausarbeiten lassen. Geschätzte 270.000 Euro würde das Projekt für 21 Haushalte kosten, das mit einem ein Kilometer langen Transportkanal und über ein Pumpwerk zum Verbandskanal geleitet werden soll. Eine Wasserrechtsverhandlung hat bereits im April stattgefunden, wobei Erich Karpf die Verlegung des Transportkanals auf seinem Grundstück beeinsprucht hat.
Karpf: "Der Großteil der Bewohner ist dagegen und will, so wie die Penker, eine dezentrale Lösung. Von den 21 Haushalten haben 19 dafür unterschrieben." Doch man finde bei der Gemeinde kein Gehör. "Dabei wäre eine Lösung wie in Penk viel sinnvoller", sagt Karpf. Bürgermeister Fritz Flödl (LFA) gesteht ein, dass die Lösung recht teuer sei, "aber es gibt sehr große Synergieeffekte beim Straßen- und Wasserleitungsbau". Außerdem gebe es Beschlüsse des Gemeinderates, wonach das Abwasserrahmenkonzept umgesetzt werden müsse, denn Dolintschitschach sei in der Gesamtlösung von Feistritz integriert. Karpf empfindet es als "Frechheit", dass der Bürgermeister "Druck auf die Dorfbewohner" ausübe und gesagt habe, es gebe nur diese Lösung oder gar nichts - und die Bevölkerung mit der Behauptung verunsichere, dass Pflanzenkläranlagen nicht funktionieren würden.
Alfred Pototschnig von der Penker Abwassergenossenschaft: "Wir haben ständig Exkursionen von Regionalmanagern und Bürgermeistern aus Slowenien, die sich unser Vorzeigeprojekt ansehen." Demnächst wird der Endüberprüfungsbescheid der Wasserrechtsbehörde erwartet.











