Region auf dem Abstellgleis
Verladebahnhof mit Anschluss an Hochleistungsbahn in Kühnsdorf weiter fraglich. Auftrag an ÖBB aus dem Ministerium fehlt.

Foto © Budai
Schon über ein halbes Jahr scheint in den Verhandlungen zwischen Wirtschaftskammer, Regionalmanagement und Gemeinden mit der ÖBB bezüglich des Verladebahnhofes Kühnsdorf nichts weiterzugehen. Der bestehende Bahnhof mit Güterverladung wird nach Trassenverlegung und Ausbau der neuen Bahn am Abstellgleis stehen.
Die ÖBB zeigte sich bisher lediglich bereit, an der neuen Bahnstrecke eine Weiche einzubauen, den Anschluss selbst mit einem geschätzten Kostenaufwand von rund einer Million Euro sollten die Interessenten selbst aufbringen.
Interessenten sind zum einen Werner Kruschitz - er hat das Funder-Areal wegen des Bahnanschlusses als Betriebsstandort angekauft - und alle 13 Bezirksgemeinden, die dort gemeinsam einen interkommunalen Gewerbepark errichten wollen und bereits einen Masterplan für das Projekt ausgearbeitet haben.
Lebensader für die Region
Also an sich ideale Voraussetzungen, um die Infrastruktur einer Hochleistungsbahn optimal zu nutzen und den Gütertransport auf die Schiene zu bringen. Auch das ÖBB-Unternehmen Rail Cargo Austria würde das laut Peter Plaimer vom Regionalmanagement befürworten und die Landesregierung stehe ebenfalls dahinter. Plaimer: "An sich müsste die ÖBB den Anschluss, der durch die neue Trasse gekappt wird, wiederherstellen." Immerhin handle es sich "um die Lebensader für Südkärnten". Doch die ÖBB rede sich darauf aus, keinen Auftrag dafür aus dem Ministerium zu haben.
Laut Kruschitz, auch Obmann der Wirtschaftskammer im Bezirk, wäre die Auslastung für einen Verladebahnhof in Kühnsdorf wegen des großen Einzugsgebietes (Völkermarkt, St. Veit, Klagenfurt-Land, Lavanttal) gegeben. "Auch die Gemeinden in Nordslowenien haben erklärt, ihre Güter dort verladen zu wollen", sagt Kruschitz.











