Völkermarkter wollten lieber raus als in die Zelle
56,4 Prozent der Griffner blieben am Sonntag der Bundespräsidentenwahl fern. 16,7 Prozent der Diexer, die zur Urne gingen, wählten ungültig.
Mehr als die Hälfte der Völkermarkter zogen vergangenen Sonntag das Kaiserwetter dem Gang in die Wahlzelle vor. In Griffen war mit 43,6 Prozent die Wahlbeteiligung am geringsten, in Eisenkappel-Vellach, wo Bundespräsident Heinz Fischer mit 87,4 Prozent das beste Ergebnis im Bezirk einfuhr, mit 58 Prozent am höchsten. Dort schnitten Barbara Rosenkranz mit 9,3 und Rudolf Gehring mit 3,3 Prozent am schlechtesten ab.
Laut Griffens Bürgermeister Josef Müller (VP) sei für viele der Wahlgang uninteressant gewesen, weil der Sieger schon vorher festgestanden habe. Er ist von der geringen Wahlbeteiligung unangenehm überrascht: "Ein Grundrecht der Demokratie sollte einen hohen Stellenwert haben."
Christliche Alternative
In Gemeinden mit einer größeren schwarzen Wählerschaft, für die es ja keinen eigenen Kandidaten gab, ist auch für Rudolf Gehring etwas abgefallen. So erreichte der Christ-Kandidat in Diex mit 10,0 Prozent sein bestes Bezirksergebnis, gefolgt von Neuhaus mit 8,3, wo Fischer am wenigsten Stimmen aber immer noch 68 Prozent machte. Ebenfalls 68 Prozent, aber der Wahlberechtigten in Diex, sind entweder gar nicht zur Wahl gegangen oder haben ungültig gewählt - obwohl Bürgermeister Anton Polessnig (VP) seine Gemeindebürger da-zu ermunterte, wählen zu gehen. "Scheinbar haben vor allem unsere älteren und mit der Kirche verbundenen Bürger in Herrn Gehring eine Alternative gefunden."
Barbara Rosenkranz landete mit 23,7 Prozent in Neuhaus ihr bestes Ergebnis im Bezirk.












