Langer Winter leerte die Gemeindekassen
Neuhaus hat sein Budget für den Winterdienst 2010 schon jetzt aufgebraucht. Gallizien hat nur noch 3000 Euro für den nächsten Winterbeginn.

Foto © BudaiDer zu Ende gehende Winter begann früh und hat sich aus den höher gelegenen Regionen noch immer nicht restlos verabschiedet. Für die Gemeinden bedeutete dies hohen Einsatz von Streumitteln, großen Aufwand für Schneeräumung und hohe Kosten für den Winterdienst
Zwar lagen die ersten Sonnenanbeter vorige Woche schon auf den Stegen am Klopeiner See in der Sonne. Aber in den höheren Regionen des Bezirkes herrscht noch immer tiefer Winter. Zu Wochenbeginn mussten die Bergstraßen in Diex und Bad Eisenkappel noch einmal durch den Winterdienst vom Schnee befreit werden. "Ein wenig salzen ist zwischen Diex und Grafenbach nötig", sagte Finanzverwalter Franz Modre - und Eisenkappel-Vellach Amtsleiter Ferdinand Bevc hat ein "Auf der Höh', da gibt's noch Schnee" parat.
Noch nicht abgerechnet
Den Blick zurück auf diesen Winter und seine Kosten können beinahe alle Gemeinden des Bezirkes wagen. Bis auf die Stadtgemeinde Bleiburg: "Die Kosten des Bauhofes, der den größten Teil des Winterdienstes betreibt, sind noch nicht aufgesplittet", sagt Hubert Kerschbaumer, Finanzverwalter der Stadtgemeinde. Man solle in zwei Wochen noch mal anrufen. Oder vielleicht gleich im Herbst? Das wäre der Vorschlag von St. Kanzians Finanzverwalter Peter Hobel. Lachender Nachsatz: "Gleichzeitig mit der Bäderbilanz." Immerhin kann Hobel sagen: "Es gab mehr Schnee als im vorigen Winter, also haben wir mehr Kosten." Ein Katastrophenwinter sei es nicht gewesen, trotzdem werde es sehr knapp mit dem 70.000-Euro-Budget, das auch noch für den kommenden Winter reichen müsse. Ähnlich geht es Gallizien. Die Gemeinde hat nur noch 3000 Euro für den kommenden Winter übrig, die restlichen 13.000 Euro wurden bereits von Jänner bis jetzt verbraucht.
Am schlechtesten geht es der Gemeinde Neuhaus. Die für das gesamte Jahr 2010 geplanten Mittel sind aufgebraucht. "Wir hatten, wie jedes Jahr, aufgrund von Erfahrungswerten 30.000 Euro für den Winterdienst 2010 eingeplant. Aber die Landes-Gemeindeabteilung hat das im Zuge der Budgetbegutachtung auf 22.000 Euro gekürzt", erklärt Amtsleiter Josef Plimon. Seit November 2009 kosteten Räumung, Split- und Salzstreuung 37.000 Euro, allein das Material 5000 Euro. Nicht nur in Neuhaus hofft man daher auf einen milden Herbst und späten Winterbeginn.
Features
KOSTEN WINTERDIENST
Bleiburg. Keine Angaben
Diex. 125.000 Euro
Eberndorf. 123.000 Euro
Eisenkappel-Vellach. 60.000 Euro
Feistritz. 85.000 Euro
Gallizien. 15.000 Euro
Globasnitz. 25.000 Euro
Griffen. 115.000 Euro
Neuhaus. 37.000 Euro
Ruden. 25.000 Euro
St. Kanzian. Keine Angaben
Sittersdorf. 36.000 Euro
Völkermarkt. 250.000 Euro












